Tschaikowski, Peter Iljitsch, berühmter russischer Komponist, (1840-1893) KLASSISCHE MUSIK

TschaikowskiTschaikowski wurde am 7. Mai 1840 in Wotkinsk im Gourvernement Wjatka (mittlerer Ural) als Sohn eines Eisenhüttendirektors geboren. Der Vater war Russe, die Mutter Französin. Seine „Kinderstube“ war auch musikalisch ausgestattet. Der sehr sensible Knabe wuchs sorglos in seine Zukunft hinein .Mozart spielte bei seiner Erziehung, seinen frühen künstlerischen Eindrücken eine große Rolle, auch Chopin.


Über Moskau kam die Familie nach St. Peteresburg  .Die Oper  (Glinkas Leben für den Zaren), Mozarts Don Giovanni usw) und Wagners Konzerte machten auf den jungen Tschaikowsky einen verzaubernden Eindruck.

Wie mancher andere russische Tonsetzer wurde auch Tschaikowski zunächst Beamter . 1863-1865 studierte er am Petersburger Konservatorium, dann wurde er als Lehrer an die Moskauer Musikhochschule geholt. 1868 erschien seine Erste Sinfonie: Winterträume.

Nur  kurze Zeit war er verheiratet. Später fand Tschaikowski eine reiche Gönnerin, die ihm freies Schaffen ermöglichte: jene Frau von Meck, die Tschaikowsky nie persönlich kennenlernte, dren Korrespondenz mit ihm aber zur Fundgrube ungeahnter Erkenntnisse musikgeschichtlicher, beigraphischer und schaffenspsychologischer Art wurde.  Trotz der äußeren Sorglosigkeit lag sachwere Tragik über Tschaikowskis Leben, die ihren stärksten Widerhall in der Symhponie pathetique fand.

Im einzelnen enthält Tschaikowskis Biografie viele Rätsel: äußerlich ist sie zwar geklärt – weite Auslandsreisen spielen eine wichtige Rolle – innerlich aber wird manches unlösbar bleiben. Auch an seinen Tod knüpft sich ein Geheimnis: er starb am 6. November 1893 an Cholera, nachdem er verseuchtes Wasser der Neva getrunken hatte (in Petersburg herrschte eine Epedemie). Der Gedanke ist also nicht von der Hand zu weisen, daß der ewig schwermütige und lebensmüde Meister mit dreiundfünfzig Jahren seinem Leben freiwillig ein Ende gemacht hat.

DAS SCHAFFEN von Peter I. Tschaikowski

Tschaikowskis Schaffen umfaßt alle denkbaren neueren Gattungen: Opern, Orchestermusiken, Instrumentalkonzerte, Kammermusik, Gelegenheitswerke, chorische und solistische Vokalmusik einschließlich kirchlicher Tonkunst usw..  Man darf seinen Meisterwerken fast ausnahmslos nachsagen, daß sie das Produkt einer höchst originellen Erfindungskraft sind, ob sie nun mehr zu aristokratischer Grazie oder mehr zu elementarer Wildheit, mehr  zu einer unendlich rührenden Wehmut oder mehr zu salonhafter, mondäner Glätte neigen.

Ein Höchstmaß an melodischer Substanz , das sich keineswegs aus dem Urgrund russicher Folklore allein erklärt, das vielmehr an den besten Leistungen deutscher, französischer und italienischer Musikkultur gemessen werden muß, gibt Tschaikowskis reifen Schöpfungen das Gepräge. Der Reiz asiatischer Fremdartigkeit, wie etwa bei Mussorgski, ist dabei keineswegs das Entscheidende. Man muß in Tschaikowskis Briefen an Nadeschka Filaretowa von Meck die geistvollen, oft vernichtenden Urteile über den Dilettantismus einiger seiner komponierenden Landsleute lesen, um zu begreifen, um welche Ideale der Schönheit und V0llkommenheit er selbst gerungen hat

So versteht man auch am besten das Wesen seiner Formsprache, die ebenso originell ist wie alles, was den „Inhalt“ seiner tönenden Gedichte ausmacht. Wichtig ist allerdings bei Tschaikowski  im eminentesten Sinne die Interpretation, die weder laut und hämmernd noch glatt und virtuos sein darf; man muß hinter den Menschen mit seinen Leiden und Freuden spüren.


Ballette von Peter Iljitsch Tschaikowski

  • Schwanensee op. 20 – Ballett in 4 Akten (1875/1876), Libretto von Wladimir P. Begitschew und Wassili Geltzer, Uraufführung: Moskau 1877
  • Dornröschen op. 66 – Ballett in 3 Akten nach Perrault (Libretto: I. A. Wsewoloschski), Uraufführung: St. Petersburg 1890
  • Der Nussknacker op. 71 – Ballett in 2 Akten nach E. T. A. Hoffmann (Libretto: M. Petipa), Uraufführung: St. Petersburg 1892

Während die beiden bekanntesten Opern von Tschaikwoski EUGEN ONEGIN und PIQUE DAME , ständig im internationalen Opernrepertoire stehen, sind die meisten anderen Opern, die er geschrieben hat, beinahe vergessen, trotz zeitweiliger Wiederbelebungsversuche.  Zu erwähnen sind hier“Die Zauberin“ und „Mazeppa“, letztere mit einer sehr schaurigen Handlung, wiederum nach einer Vorlage von Puschkin.

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Im Mittelpunkt von Tschaikowskis  Opern steht immer das Schicksal einzelner, nicht Volk und Vaterland, wie es bei seinen komponierenden russischen Zeitgenossen so oft der Fall war.