Phidias – berühmter Bildhauer – Schöpfer eines Weltwunders

Olympia- Vera Löwenberg - pixelio.de

Olympia- Vera Löwenberg – pixelio.de

Der griechische Schriftsteller Plutarch überliefert in seiner Lebensbeschreibung des Perikles eine Geschichte über das Ende des Bildhauers Phidias. Dieser habe, so erzählt er, im Auftrag seines Freundes und Gönners Perikles das herrliche Standbild der Göttin Athene im Parthenon-Tempel auf der Akropolis geschaffen.Um Perikles zu treffen, hätten die Athener den Bildhauer jedoch angeklagt, einen Teil des Goldes unterschlagen zu haben, das ihm für die Ausschmückung des Götterbildes übergeben worden war. In weiser Vorraussicht drohender Gefahr hatte Perikles dem Bildhauer aber schon empfohlen, den Schmuck so zu fertigen, dass man ihn jederzeit abnehmen und nachwiegen konnte.


Als sich auf diese Weise die Redlichkeit des Künstlers herausstellte, ersannen die Neider und Feinde eine besser belegbare Anklage und warfen Phidias vor, er habe sich und Perikles auf dem Schild der Göttin ein einer Kampfszene der Amazonen abgebildet und damit das Standbild entwürdigt. Daraufhin wurde er ins Gefängnis geworfen, wo er an einer Krankheit oder an Gift starb.

Phidias war wohl einer der berühmtesten griechischen Bildhauer der Antike

Den Athenern wäre ein solches Vorgehen schon zuzutrauen gewesen; belegen lässt es sich aber ebensowenig wie die spärlichen anderen Taten aus dem Leben dieses wohl größten und berühmtesten griechischen Bildhauers. Nicht einmal seine Werke sind uns erhalten geblieben. Wir kennen sie nur aus Kopien und Beschreibungen. Dabei erregten sie die ungeteilte Bewunderung der Zeitgenossen – und wohl auch ihren Neid, wie uns die kleine Geschichte des Plutarch deutlicher als alles andere beweist!.

Eines dieser Werke , die Zeusstatue von Olympia, wurde sogar zu den sieben Weltwundern der Antike gerechnet und mit den Pyramiden von Ägypten oder dem großartigen Dianatempel von Ephesos auf eine Stufe gestellt.

Zueus selbst habe, so erzählt die Sage, den griechen durch einen Blitzstrahl den Ort bezeichnet, an dem er einen Tempel erbaut haben wollte.  Seit 776 v.Chr. trafen sich die besten Sportler aller griechischen Stämme an dieser heiligen Stätte in Olympia zu Ehren des Gottes zu Wettkämpfen. Der Tempel selbst, wurde erst um die Mitte des fünften vorchristlichen Jahrhunderts errichtet.


Wir wissen wenig über Phidias

Wir kennen zwar die bedeutendsten Werke des griechischen Bildhauers Phidias, nicht jedoch seine Lebensdaten.  Er wurde wohl kurz nach 500 v.Chr.  als Sohn des attischen Bildhauers Charmides geboren. In Athen gehörte der hochbegabte Künstler zum Freundeskreis des Perikles und wurde von diesem zum obersten Leiter der Bauarbeiten auf der Akropolis ernannt. Hier schuf er die beiden Statuen der Athene Promachos neben der Athene Parthenos im Parthenon und war maßgebend am Entwurf und der Fertigung des Parthenon-Frieses beteiligt.

Von Athen aus ging er nach Olympia, wo er in mehrjähriger Arbeit  jenes gewaltige Bildnis des Gottes Zeus für den Zeus Tempel schuf, das mit Recht zu den Sieben Weltwundern der Antike gezählt wurde. Über seinen weiteren Lebensweg wissen wir nichts.  Angeblich soller von den Athenern wegen Unterschlagung von Gold und Elfenbein bzw. wegen Gotteslästerung angeklagt worden und im Gefängnis gestorben sein. Nach einer anderen Version konne er nach Slis entfliehen und starb dort nach 450 n.Chr.