PERIKLES – griechischer Staatsmann, geb. ca. 500 v. Chr. Politiker

Pericles, römische Kopie nach griechischem Original, Vatik. MuseumVon Perikles stammen diese Worte: “ Wir haben eine Verfassung, die nicht den Satzungen unserer Nachbarn nachgebildet ist. Wir sind vielmehr selbst für andere ein Muster, als daß wir andere nachahmen würden. Man nennt sie Demokratie, und vor dem Gesetz sind in dieser Herrschaft des Volkes alle Bürger gleich“.


Das sind einfache, klare und zugleich stolze Worte. Der griechische Staatsmann Perikles soll sie 431 v. Chr. bei einer Trauerfeier für die Gefallenen seiner Heimatstadt Athen im ersten Jahr des großen Peleponesischen Krieges zwischen Athen und Sparta gesprochen haben. So jedenfalls berichtet der griechische Geschichtsschreiber Phukydides.

Perikles entstammt einem alten Adelsgeschlecht

Perikles aus dem athenischen Adelsgeschlecht der Alkmäoniden stammend, wurde um das Jahr 500 v.Chr. geboren. Er war der Großneffe des Kleisthenes, der die Solonische Verfassung Athenes nach dem Sturz des Tyrannentums wiederhergestllt und durch Zusätze verbessert hatte.

Als Führer der Volkspartei, die sich auf die Händler, Gewerbetreibenden und Seeleute Athenes stützte, gewann Perikles unbeschränkte Macht in seiner Vaterstadt und gebot praktisch wie ein König in ihr, obwohl er fast kein öffentliches Amt bekleidete, sondern nur zweitweise Stratege (Oberbefehlshaber) und Schatzmeister (Finanzminister) nicht des athenischen Staates, wohl aber des attisch-delischen Seebundes war, der in den Perserkriegen gegründet worden war.

Perikles war maßgeblich an der Verschönerung Athens beteiligt

Durch seine kluge Aussenpolitik, die allerdings vor einer rücksichtlosen Unterdrückung der früheren Bundesgenossen nicht zurückschreckte, gelang es Perikles , aus dem Seebund ein athenisches Reich zu machen und die Bundesgelder zum Teil dazu zu verwenden, Athen zu verschönern und neu aufzubauen.

Berühmte Architekten, Künstler, Dichter und Philosophen machten in den wenigen Jahrzehnten der Perikleischen Herrschaft Athen zum kulturellen Mittelpunkt von ganz Griechenland, ja zur Mutterstadt der europäischen Kultur überhaupt. Aussenpolitisch verfolgte Perikles dabei das Ziel des Ausgleichs mit der alten Nebenbuhlerin Sparta.


Perikles musste den Peleponnesichen Krieg erleben

Am Ende seines Lebens musste er aber den Beginn des großen Dreißigjährigen Krieges (als Peleponnesischer Krieg bekannt, 432 bis 404 v. Chr) erleben, dessen Ausbruch er vergeblich zu verhindern suchte. Während des ersten Kriegsjahres brach in Athen die Pest aus, an der viel Tausende starben.

Als eines der letzten Opfer der Seuche erlag ihr Perikles selbst. Er hinterließ seine Gattin Aspasia, die als gebürtige Griechin aus dem kleinasiatischen Milet das athenische Bürgerrecht nicht besaß, und Söhne, die die Tatkraft und den politischen Sinn ihres großen Vaters nicht geerbt hatten. Sein politischer Nachfolger wurde sein Neffe Alkibiades.

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