Josef Franz Maria Hoffmann, berühmter Architekt und Designer aus Österreich

Josef_Hoffmann_-_Kubus_Fauteuil_(1910) wikipediaJosef Franz Maria Hoffmann (* 15. Dezember 1870 in Pirnitz, Österreich-Ungarn; † 7. Mai 1956 in Wien) war ein österreichischer Architekt und Designer. Mit Koloman Moser war er Gründungsmitglied und einer der Hauptvertreter der Wiener Werkstätte.Der große Architekt Otto Wagner   war Hoffmanns Lehrer an der Wiener Akademie. Dem Studium folgte ein Italien-Aufenthalt: Hoffmann hatte mit seiner Abschlussarbeit den Rom-Preis gewonnen. Das weißgetünchte italienische Landhaus, kubisch, mit unregelmäßig gesetzten Fenstern, bestimmte den Stil seiner frühen architektonischen Arbeiten.


Wie viele Architekten seiner Zeit wollte auch Hoffmann das Gesamtkunstwerk: “ Ich glaube, daß ein Haus wie aus einem Gus dastehen sollte und daß uns sein Äußeres auch schon sein Inneres verraten müßte“.  Immer „nach besserem Material und vollendeter Ausführung zu trachten“, war sein Ziel, Einfachheit, Ehrlichkeit und Gediegenheit seine Maßstäbe. Beim Möbelentwurf zeigte er Vorliebe für gradlinige, kubische Formenmit Ornamenten aus der geometrischen Formenwelt.

Häuser gebaut hat Hoffmann u.a. für seinen Designer-Kollegen Kolo Moser, für den Brüsseler Bankier Adolphe Stoclet (das berühmte Palais Stoclet), für den Schriftsteller Beer-Hofmann in Wien, für den Naler Ferdinand Hodler in Genf.  Für die meisten, auch für das Sanatorium Purkersdorf, hat er zu dem Gebäude die Inneneinrichtung geplant und Möbel gezeichnet.  In der langen Reihe seiner Werke finden sich auch Pavillions für Ausstellungen in Venedig (für die Biennale) und Rom, dasCafe Graben in Wien und eine Reihe von Grabmälern.

Modell Kubus von Josef Hoffmann:    (entworfen 1910)


Mit seinem Quadratpolster und der strengen, geraden form ist das Sofa und sind die Sessel ein echtes Kind des „Quadratl-Hoffmanns“ und des Wiener Konstruktivismus, für den der schmucklose Kubus das bevorzugte Gestaltungsmittel war. Vor dem Sofa hat Hoffmann den „Kubus“ Sessel entworfen, es gibt in dieser Reihe auch ein Dreiersofa.   Heute wird vermutet, dass Hoffmann diese Reihe für eine Ausstellung entworfen hat – und dass sie damals eben für diesen Zweck nur in geringer Zahl hergestellt worden sind.

Ausstellungen auszurichten gehörte zu Hoffmanns Spezialitäten. 1910 im Entstehungsjahr des Kubus, war es eine Ausstellung in Buenos Aires. Heute noch benutzt: Hoffmanns Pavillion für die Biennale in Venedig, 1934 gebaut.  Als Generalkommissar der österreichischen Abteilung der Biennale hat Hoffmann bis zu seinem Tode gewirkt.

Solchen offiziellen Ämtern und der Lehrtätigkeit an der Wiener Kunstgewerbeschule hat er sich seit 1932 gewidmet, seit die „Wiener Werkstätte“ geschlossen worden war. Für die Werkstätte hatte Josef Hoffmann nicht nur Möbel sondern, auch Schmuck, Silber- und andere Metallgegenstände, Gläser , Keramiken, Elfenbeinschnitzereien, Stickereien und Spitzen, Lederwaren und Lampen gezeichnet.