Gustav Mahler , berühmter und bedeutender Komponist der Spätromantik zur Moderne (1860-1911)

Gustav-MahlerGustav Mahler (* 7. Juli 1860 in Kalischt, Böhmen; † 18. Mai 1911 in Wien) war ein österreichischer Komponist im Übergang von der Spätromantik zur Moderne. Er war nicht nur einer der bedeutendsten Komponisten der Spätromantik, sondern auch einer der berühmtesten Dirigenten seiner Zeit und als Operndirektor ein bedeutender Reformer des Musiktheaters.Als moderner Komponist gilt Gustav Mahler.

Eigentlich ein Romantiker und Wagner-Fan mit einem Hang zum Gigantischen (seine Sinfonie der Tausend benötigt 1379 Musiker), beginnt er seine Sinfonien in Richtung einer collagenartigen, sich selbst reflektierenden Musik aufzulösen. Die chaotische aktustische Umwelt wird ihm zum Vorbild einer disparaten Zusammenstellung von Klängen, in denen Musik sich selbst kommentiert.


Gustav Mahler machte Bekanntschaft mit Sigmund Freud

Ein Vogelzwitschern wird erst täuschend echt nachgemacht und wandelt sich dann zum musikalischen Motiv, die Musik einer Blaskapelle wird als akustischer Hintergrund eingeblendet, und Banales wird mit künstlerischem gemischt.  Das Ganze ist gerahmt von einer expressiven, dem Unbewußten nachlauschenden Klangwelt, die Mahlers Gefühl der Entfremdung in der Welt ausdrückt.  Er fühlte sich in dreifacher Hinsicht heimatlos: als Böhme in Österreich, als Österreicher unter Deutschen und als Jude in der ganzen Welt. So ist es nicht verwunderlich, daß er auf Sigmund Freuds Couch zu liegen kam.

Dort ging ihm die Bedeutung eines persönlichen Kindheitserlebnisses auf:  Als sein Vater mal wieder seine Mutter mißhandelt hatte, rannte der kleine Gustav in seiner Verzweiflung aus dem Haus, wo ein Straßenmusikant einen Gassenhauer zum besten gab. Die Verknüpfung von fröhlicher Musik mit persönlichem Leid war prägend und stellte die überlieferten Schönheitsvorstellungen auf den Kopf.

Gustav Mahler hat auch heute noch nicht an Popularität eingebüsst.

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Berühmte Sinfonien von Gustav Mahler:


  • 1. Sinfonie D-Dur
    Der Untertitel Titan (nach dem Roman von Jean Paul) sowie das dazu formulierte Programm wurden später fallengelassen.
    Besetzung: großes Orchester
    Uraufführung: 20. November 1889 in Budapest unter der Leitung des Komponisten. Damals noch mit einem zusätzlichen Satz Blumine.
  • 2. Sinfonie c-Moll (Auferstehungssinfonie)
    Besetzung: großes Orchester, Orgel, zwei Vokalsolisten (Sopran, Alt) und Chor
    Uraufführung: 13. Dezember 1895 in Berlin unter der Leitung des Komponisten
  • 3. Sinfonie d-Moll
    Besetzung: großes Orchester, Vokalsolist (Alt), Frauen- und Knabenchor
    Uraufführung: 9. Juni 1902 in Krefeld unter der Leitung des Komponisten
  • 4. Sinfonie G-Dur
    Besetzung: Orchester, Vokalsolist (Sopran)
    Uraufführung: 25. November 1901 in München unter der Leitung des Komponisten
  • 5. Sinfonie cis-Moll
    Besetzung: großes Orchester
    Uraufführung: 18. Oktober 1904 in Köln unter der Leitung des Komponisten
  • 6. Sinfonie a-Moll
    Besetzung: großes Orchester
    Uraufführung: 27. Mai 1906 in Essen unter der Leitung des Komponisten
  • 7. Sinfonie e-Moll
    Die gelegentlich verwendete Bezeichnung Lied(er) der Nacht stammt nicht vom Komponisten.
    Besetzung: großes Orchester
    Uraufführung: 19. September 1908 in Prag unter der Leitung des Komponisten
  • 8. Sinfonie Es-Dur
    Die Bezeichnung Sinfonie der Tausend, die dieses Werk wegen seines enormen personellen Aufwands erhalten hat (an der Uraufführung waren angeblich mehr als tausend Mitwirkende beteiligt; die genaue Zahl der Mitwirkenden ist jedoch fraglich), stammt nicht vom Komponisten.
    Besetzung: sehr großes Orchester, Orgel, acht Vokalsolisten, zwei große gemischte Chöre und Knabenchor
    Uraufführung: 12. September 1910 in München unter der Leitung des Komponisten
  • 9. Sinfonie ohne Tonartbezeichnung
    Besetzung: großes Orchester
    Uraufführung: 26. Juni 1912 in Wien (postum); Dirigent: Bruno Walter
  • 10. Sinfonie Fis-Dur (unvollendet)
    Besetzung: großes Orchester
    Uraufführung des Adagios & Purgatorio-Satzes: 12. Oktober 1924 in Wien (postum); Dirigent: Franz Schalk

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