Gustav Klimt, berühmter österreicher Maler. Berühmte Maler, Gustav Klimt

Gustav_Klimt_Judith_wikipedia.orgGustav Klimt (* 14. Juli 1862 in Baumgarten bei Wien, heute 14. Bezirk; † 6. Februar 1918 in Wien, 9. Bezirk) war ein bedeutender österreichischer Maler und einer der bekanntesten Vertreter des Wiener Jugendstils, auch Wiener Secession genannt.

Gustav Klimt war zu Lebzeiten einer der umstrittensten, aber auch beliebtesten Künstler der Jahrhundertwende. Von der Wiener Gesellschaft wurde er wegen der erotischen Ausstrahlung seiner weiblichen Porträts gesucht.


Er ist zweifellos der bedeutendste Künstler des Jugendstils in Österreich, nimmt aber auch im internationalen Maßstab eine Spitzenstellung ein.

Gustav Klimt sagte einst über sich selbst:

„Malen und zeichnen kann ich. Von mir gibt es kein Selbstporträt. Ich interessiere mich nicht für die eigene Person – eher für andere Menschen, weibliche. […] Ich male Tag um Tag von morgens bis abends – Figurenbilder und Landschaften, seltener Porträts. Schon wenn ich einen einfachen Brief schreiben soll, wird mir Angst und Bang wie vor drohender Seekrankheit. Wer etwas über mich wissen will, soll meine Bilder aufmerksam betrachten, daraus erkennen zu suchen, was ich bin und will.“

Dennoch wurde besonders in der deutschsprachigen Kunstkritik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Klimts Werk teilweise völlig ignoriert, teils als reine Dekorationsmalerei abgetan. Erst später wurde seine statische Flächenhaftigkeit und seine  ornamentale Abstraktion als richtungsweisend für die Entwicklung der modernen Malerei erkannt.

Die Goldhintergründe auf Klimts Bildern erinnern mit ihrem Japonismus etwa an Ogata Kōrin, einen japanischen Maler des 17. Jahrhunderts. Die auffällige Verdichtung und flächige Wirkung zahlreicher Landschaftsbilder erreichte Klimt dadurch, dass er sich mittels Fernrohr ausgewählte entfernte Landschaftsausschnitte nah heranholte. Das Porträt Adele Bloch-Bauer I gehört mit einem Erlös von 135 Millionen US-Dollar zu den am teuersten verkauften Gemälden der Welt


Quelle:  wikipedia.org

 

Das Leben von Gustav Klimt

1883
Gründung der „Künstler-Compagnie“ mit Bruder Ernst Klimt und Franz Matsch.

1886
Beginn der Arbeiten an den Fresken der Stiegenaufgänge des Wiener Burgtheaters mit Ernst Klimt und Franz Matsch (Fertigstellung 1888).

1890
Gustav Klimt, sein Bruder Ernst und Franz Matsch übernehmen die von Hans Makart nicht vollendete Dekoration im Treppenhaus des Kunsthistorischen Museums.

1891
Klimt tritt der Künstlerhausgenossenschaft bei.

1894
Auftrag an Klimt zu den Fakultätsbildern für die Wiener Universität („Philosophie“, „Medizin“, „Jurisprudenz“). Klimt gewinnt mit diesen Bildern Preise im Ausland. In Österreich heftig angefeindet, verzichtet er 1905 auf diesen Auftrag.

1897
Klimt tritt aus der Künstlerhausgenossenschaft aus und wird Mitbegründer der Wiener Secession und deren erster Präsident. Er bleibt bis 1905 Mitglied der Secession.

1898
I. und II. Ausstellung der Secession mit Werken Klimts. Sein Bild „Pallas Athene“ (heute im Wien Museum) erntet Kritik.

1900
VII. Ausstellung der Secession: Klimt zeigt seine ersten Landschaftsbilder. Auszeichnung des Fakultätsbildes „Philosophie“ auf der Weltausstellung in Paris.

1902
Klimt porträtiert Emilie Flöge und geht eine lebenslange Freundschaft mit der Modesalonbesitzerin ein. Das Porträt ist im Wien Museum zu sehen. Bei der XIV. Ausstellung der Secession präsentiert Klimt seinen Beethovenfries, der noch heute dort zu bewundern ist.

1904
Josef Hoffmann erhält den Auftrag, das Palais Stoclet in Brüssel zu bauen. Klimt entwirft dafür den Fries des Speisesaals.

1906
Das Bildnis „Fritza Riedler“ ist Klimts erstes quadratisches Porträt der „Goldenen Periode“. Es ist heute im Belvedere zu sehen.

1907
Klimt schafft das Gemälde „Adele Bloch-Bauer I“, heute eines der teuersten der Welt.

1908
Bei der Eröffnung der „Kunstschau Wien 1908“ präsentiert Klimt den „Kuss“. Es soll sein bekanntestes Bild werden und ist heute im Belvedere zu sehen.

1911
„Tod und Leben“ (heute im Leopold Museum) wird bei der Internationalen Kunstausstellung in Rom mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

1918
Klimt stirbt am 6. Februar in Wien nach einem Schlaganfall. Sein Grab ist am Hietzinger Friedhof. Im selben Jahr sterben auch Otto Wagner, Kolo Moser und Egon Schiele.

Quelle: „Gustav Klimt. Die Bilder und Zeichnungen der Sammlung Leopold“ von Otto Breicha (Verlag Galerie Welz, Salzburg 1990)