Georg Baselitz, berühmter Künstler, Maler und Bildhauer

Georg Baselitz, berühmter Künstler, Maler und Bildhauer,  ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler. Charakteristisch für ihn sind Gemälde, deren Inhalt auf dem Kopf steht. Seine Werke sind in international renommierten Museen sowie in privaten Sammlungen vertreten. Im Galerie- und Auktionswesen werden sie seit Jahren hoch gehandelt.

Künstlerisches Schaffen

Baselitz wird 1938 als Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz/Sachsen geboren. Mitte der 1950er Jahre verlässt er die DDR und widmet sich in West-Berlin seiner künstlerischen Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste. Sein frühes Werk wird oft als obszön bezeichnet. Das Gemälde „Die große Nacht im Eimer“ (1962) gilt als repräsentatives Werk des jungen Baselitz. Die Darstellung eines masturbierenden Knaben, dessen Genitalien vollkommen entblößt sind, befindet sich heute im Museum Ludwig in Köln. Für sein weiteres Schaffen ist das Werk „Der Wald auf dem Kopf“ (1969) kennzeichnend. Es ist sein erstes Bild, das von einer Motivumkehr geprägt ist. Bei Baselitz´ Gemälden handelt es sich überwiegend um großformatige Werke. Stilistisch wurde der Künstler vom Expressionismus beeinflusst.


Medienpräsenz

Im April 2013 feierte die Dokumentation „Georg Baselitz“ ihren Kinostart. Baselitz besitzt eine enorm große Medienpräsenz, die ihn seit Beginn seiner Karriere begleitet. 1963 publizierte die Berliner Zeitung die Meldung, dass Werke Baselitz´, die sich zwecks einer Einzelausstellung in der Galerie Werner & Katz befanden, aufgrund ihrer Obszönität von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurden. Die Berliner Beamten erschienen erst nach der Veröffentlichung des Artikels in den Galerieräumlichkeiten, um die Bilder zu konfiszieren. Es handelte sich um eine von den Galeristen inszenierte PR-Maßnahme. Bis heute wird Baselitz immer wieder mit Provokation und im Mai 2013 sogar mit Steuerhinterziehung in Verbindung gebracht. In biografischen Texten wird er meist als Außenseiter beschrieben. Inwieweit diese Schilderungen auf die Privatperson Baselitz zutreffen, kann sicherlich kontrovers diskutiert werden. Fest steht, dass kaum ein anderer Künstler die deutsche Malerei der Nachkriegszeit so stark prägte wie Baselitz.

Tipp: Bekannte Gemälde und Bilder von Georg Baselitz finden Sie hier.

 


Georg Baselitz und die Bilder, die auf dem Kopf stehen

Mit diesen „auf dem Kopf“ stehenden Bildern wurde er ab Mitte der 1970er weltweit berühmt. Seine Werke hingen und hängen bei fast allen namhaften internationalen Ausstellungen und Museen. Wie auch in seinen früheren Werken wollte er dem Betrachter die Eigenständigkeit der Malerei gegenüber der herkömmlichen Wirklichkeit vor Augen führen. Mit dem Umdrehen seiner Bilder nahm er dem Bild seinen konventionell gedachten Inhalt, machte also den Bildgegenstand gegenstandslos und damit abstrakt. Durch das Auf-den-Kopf-Stellen seiner Werke konnte er den Betrachter direkt mit der Organisation von Farbe und Form auf der Bildfläche konfrontieren, unabgelenkt vom persönlichen Inhalt des Bildes. Auf diese Weise inhaltsleer geschaffen, sind Baselitz’ Bilder nicht interpretier-, sondern lediglich betrachtbar. Der Künstler zählt Pablo Picasso, Alberto Giacometti, Joseph Beuys und auch die expressionistischen Maler der Künstler-Vereinigung Brücke zu seinen Vorbildern.