Gabriel Garcia Marquez, ein berühmter Autor und Schrifsteller aus Kolumbien, geb. 1927

Gabriel_García_Marquez_(wiki.org)Gabriel Garcia Marquez wurde am 6. März 1927 in Aracataca, in der feuchtheißen Karibikregion in Kolumbien, geboren.  Nach seiner Collegezeit in einer Jesuitenschule, begann er ein Jurastudium, das er aber nie abschloss.  Stattdessen befasste  sich Gabriel Garcia Marquez  mit angelsächsischer Literatur und begann 1948 in der Hafenstadt Barranquilla als Journalist zu arbeiten. 1955 erschien sein erster Roman „La hojarasca“  (1975 in deutscher Sprache erschienen , unter dem Titel: „Der Laubsturm„.


Gabriel Garcia Marquez kann auf ein abwechselungsreiches Leben zurückblicken. So wird kollporitert, dass er zeitweise in einem Bordell wohnte, weil in diesem Etablisement die Zimmer billig waren.   Finanzielle  Probleme schienen ihn zu begleiten.  Als er 1967 „Hundert Jahre Einsamkeit“ schrieb, so ist überliefert, konnte er das Manuskript nur in zwei Teilen an seinen Verleger schicken.  Für ein Paket war das Porto zu teuer.  Glücklicherweise kamen beide Päckchen an.

Mit diesem Werk schaffte Gabriel Garcia Marquez den Durchbruch.

Auf geniale Weise verknüpft Gabriel Garcia Marquez  darin die Geschichte seines Heimatlandes mit den Mythender Alten und der Neuen Welt.  Historische und mythische Zeit mischen sich unaufhörlich, reale Ereignisse wechseln sich mit phantastischen Begebenheiten ab, wie zum Beispiel der Himmelfahrt der Dorfschönheit Remedios.  Der Bürgerkrieg zwischen kolumbianischen Konservativen und Liberalen oder die Machenschaften der United Fruit Company kommen in dem Roman ebenso vor wie die biblischen Motive von Schöpfung, Sinflut oder Apokalypse.

Zusammen mit dem Peruaner Mario Vargas Llosa, dem Argentinier Julio Cortazar und dem Mexikaner Carlos Fuentes zeigte er einer staunenden Außenwelt, was Lateinamerika literarisch zu bieten hatte.   Ein neues Genre war geboren.   Die Erzählungen waren kraftvoll und von ungewöhnlicher Wucht und Dichte.   Diese Form gab es damals in Europa noch nicht.

Auf „Hundert Jahre Einsamkeit“ folgte der nächste Roman „Der Herbst des Patriarchen“ (1975 , dt. 1979) . Es ist die Geschichte eines Diktators, in dessen Person sich die Charaktere realer lateinamerikanischer Tyrannen mit phantastischen Elementen mischen, eben typisch Magischer Realismus.  Der General knechtet sein Volk 232 Jahre lang, bevor er endlich stirbt. Doch erst als die Geier schon den Maschendraht von den Fenstern reißen, trauen sich die Menschen in den Palast, um nachzuschauen, ob er wirklich tot ist.

Zu den bekanntesten Romanen des Nobelpreisträgers Gabriel Garcia Marquez zählen außerdem

Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt“ (1961, dt. 1976), „Chronik eines angekündigten Todes“ (1981) und „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ (1985, dt. 1987).


Zuletzt erschien 2004 „Erinnerungen an meine traurigen Huren“, das den überhohen Erwartungen an einen neuen Garcia-Marquez-Roman aber nicht mehr gerecht werden konnte.

Neben dem Roman blieb Gabriel Garacia-Marquez auch seiner journalistischen Berufung treu.  Dafür steht „Nachricht von einer Entführung“ (1996), eine Reportage in Buchformat über die Entführung zahn kolumbianischer Persönlichkeiten durch das Drogenkartell des Pablo Escobar.

Gabriel Garcia-Marquez gründete 1994 in Cartagena in Kolumbien eine Journalistenschule.

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