Frederic Chopin, berühmter polnischer Komponist, Pianist und Musiker 1810-1849

Frederic_Chopin_photo_wikipedia.orgDer große polnische Komponist Frederic Chopin  ist so ausschließlich Schöpfer einer solistischen Klavierkunst von tondichterischer Unvergleichlichkeit und geschichtlicher Einmaligkeit, daß er hier eigentlich nur in dieser Eigenschaft genannt werden kann.

Das Leben Frederic Chopins

Frederic Chopin war der Sohn eines französischen Sprachlehrers und einer Polin; in Zelazowa-Wola bei Warschau ist er am 22. Februar 1810 geboren worden. Die Heimat verließ Frederic Chopin  als Jüngling, um sich über Wien und Dresden nach Paris zu wenden. Hier ist er am 17. Oktober 1849  im Alter von nur 39 Jahren an Lungenschwindsucht gestorben. Längere Aufenthalte auf der Insel Mallorca in Gemeinschaft mit der Dichterin George Sand (1804-1876) konnten das Übel nur vorübergehend lindern. Kurz vor seinem Tode besuchte er noch auf einer Kunstreise Schottland und London.


Als Pianist von eminenten Naturanlagen hatte Frederic  Chopin schon in der Kindheit die Aufmerksamkeit der Musikwelt erregt; in Paris förderten ihn Franz Liszt und Hector Berlioz. Frederic Chopins Ansehen in Deutschland wurde von Robert Schumann mit kongenialer Bereitschaft gefördert. Der Drang zum reisenden Virtuosentum wurde frühzeitig durch Frederic  Chopins gesundheitliche Schwäche gehemmt, statt dessen entfaltete sich seine schöpferische Kunst zu unerhört reicher Blüte, und man kann sagen: sein Leben war ein Schaffensrausch. Seiner leidenschaftlichen künstlerischen Willensanspannung aber war die zarte und sensible physische Natur auf die Dauer nicht gewachsen.

Das Schaffen des Federic Chopins

Die beiden Klavierkonzerte können nicht als Zeugnisse eines spezifisch sinfonischen Denkens angeführt werden: sie wären kaum lebendig geblieben, stünde nicht das große übrige Schaffen des Meisters als Vergleichsmaßstab dauernd vor unserem geistigen Auge. Der Ruhm jender Klaviermusik, die Chopins poetische Seele so rein und unvergleichlich spiegelt, ist auch den beiden Konzerten zugute gekommen. Es sind also die zahlreichen Sonaten, Balladen, Polonäsen, Fantasien, Mazurken, Preludes, Walzer, Scherzi, Nocturnes, Barkarolen und Konzertetüden, von denen her wir Zugang zu den Konzerten suchen müssen.

Frederic Chopin hat noch ein paar vergessene Werke für Klavier und Orchester geschrieben: Variationen über „Reich mir die Hand mein Leben“ aus MozartsDon Juan„, eine Große Phantasie über polnische Weisen und einen Konzert-Krakowiak sowie die Große brillante Polonaise. Zur Kammermusik hat Chopin einige Beiträge geliefert, etwa das Klaviertrio und ein Notturno cis-Moll.


Klavierkonzert Nr 1, e-Moll, Op. 11  und Klaiverkonzert Nr. 2, f-Moll, Op 21

Die Klavierkonzerte sind Jugendarbeiten Frederic Chopins, die in echt romantischer Geniedeutung aus den unglücklichen Liebesbeziehungen des Künstlers zu einer Warschauer Opernsängerin, Konstanze Gladkowska, erklärt werden . Das Zweite Konzert entstand vor dem e-Moll Konzert. Die formale Anlage beider Werke entspricht dem konventionellen Schema der zeitgenössischen Konzertliteratur, die Instrumentation ist so matt und unpersönlich, daß mehrfach Versuche unternommen wurden, den schon von Berlioz als „kalt und beinahe unnütz“  bezeichneten Orchestersatz zu verbessern (Bearbeitungen von Blakirew, Klindworth, Reichwein u.a.). Aber im Klavierpart blitzen immer wieder Gedanken von großem poetischen Reiz auf, so das Seitenthema des letzten Satzes im e-Moll Konzert Nr. 1.

Konzert f-Moll: Erster Satz

Das f-Moll Konzert verlangt vom Spieler beinahe eine noch größere Virtuosität. Der schönste Satz ist das Larghetto mit seinen leidenschaftlichen Begegnungen von Solist und Orchester . Dem NamenFrederic  Chopin zu Ehren und wegen solch plötzlicher Ausbrüche dichterischer Stimmungen werden beide Konzerte noch immer von den Pianisten der Welt vorgetragen.

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