Franz Schubert, berühmter Musiker und Komponist der Romantik geboren 1797 in Wien, gestorben 1828 in Wien

Schubert_Denkmal_Stadtpark_WienFranz Schubert wurde als  13.tes von 16 Kindern am 31.1.1797 in Wien geboren.  Am 19.11.1828 verstarb Franz Schubert, ebenfalls in Wien.  In der Literatur wird Franz  Schubert traditionell gerne als verkanntes Genie dargestellt, das seine Meisterwerke unbeachtet von der Öffentlichkeit schuf.

Wahr ist daran, dass  Franz Schubert mit seinen Großwerken – etwa seinen Sinfonien – keine große Wirkung erzielte und ihm mit seinen Opern nicht der ersehnte Durchbruch gelang. Ein wesentlicher Grund dafür war, dass er selbst nicht die Öffentlichkeit suchte und anders als Mozart und Beethoven erst 1827 von seinen Freunden zu einem eigenen Konzert überredet werden konnte, das dann auch ein großer Erfolg wurde.


Der herausragende Vertreter der frühen Romantik ist eindeutig Franz Schubert. Während Beethoven das Toben des Sturm und Drang repräsentiert, steht sein Zeitgenosse Franz  Schubert schon für bürgerliche Innigkeit.  Seine beliebten Schubert-Tiaden, das fröhliche Beisammensein einer Art Künstlerkommune, brachte die Musik weg von der Bühne der Wiener Gesellschaft hinein in die gute Stube der Bürger.

Franz Schuberts Lieder haben bis heute eine unerreichte Qualität

Franz Schubert ist vor allem für seine Lieder, seine Klaviermusik und seine Steichquartete bekannt geworden – alles Musik für das häusliche Wohnzimmer des Biedermeier. Deshalb nennen wir sie heute noch „Kammermusik“.  Doch Raum ist in der kleinsten Stube auch für ein grosses Werk:  Die genaue musikalische Textumsetzung der Lieder, besonders in seiner „Winterreise„, und die Melodien seiner Instrumentalmusik haben eine unerreichte Qualität.

Die Verbindung von klassischer Form und bürgerlicher Empfindsamkeit , die die Musik bei Mozart, Beethoven und Franz Schubert eingegangen ist, machen die Jahre um die Jahrhundertwende zur interessantesten Periode der Musikgeschichte. besser konnte es eigentlich nicht werden.  Besser wurde es auch nicht, denn das 19. Jahrhundert erfand lauter Einrichtungen, die die Musik zugleich vermarkteten und heiligsprachen: den Verleger, den Musikkritiker, den Virtuosen und die Idee, daß Musik ein ähnliches Schicksal wie das Bild der Frau: sie war entweder Hure oder Heilige.  Dem entsprach die Teilung in E- und U-Musik.

Mozarts Zauberflöte ist das letzte Musikstück, das sich mit dem Edelpaar Tamino und Pamina der Moral widmet, aber mit Papageno und Papagena, den beiden schnuckeligen Paradiesvögeln, den Spaßfaktor nicht vernachlässigt.  Zudem lastete der Nachlaß Beethovens schwer auf dem musikalischen Nachwuchs. Er hat im Alleingang alles gesagt, was mit einer Sinfonie zu sagen war. Das löste die Suche nach neuen Formen und den Kampf zwischen Erneuerern und Bewahrern aus.

Filmmusik – bevor es den Film gab

Als Bewahrer wurde von der Kritik Johannes Brahms (1833 – 1897) angesehen, der allerdings selbst darunter litt, daß sich seine Sinfonien anhörten wie die von Beethoven.  Von Seiten der Erneuerer wurden verschiedene Lösungen angeboten.  Eine davon war die Programm-Musik. Statt sich an formale Modelle zu halten wie die Sonatenform, wurden Geschichten erzählt. Aussermusikalische Inhalte bestimmten den Ablauf der Musik. Hier wurde gewissermaßen die Filmmusik erfunden, bevor es den Film gab.  Der Prototyp der Programm-Musik ist Hector Belioz (1803-1869)  Symphonie fantastique, die den Liebeskummer und den Drogenrausch eines romantischen Jünglings beschreibt; Ähnlichkeiten und Erlebnissen des Komponisten sind da nicht zufällig.


Franz Liszt (1811-1886) entwickelte die sinfonische Dichtung und versuchte sich an einer Faust-Sinfonie. Auf die Spitze trieb es Richard Strauss (1864-1949) , der von sich behauptete, er könnte das Einschenken von Bier in ein Glas so in Musik umsetzen, daß man auch die Biersorte erkennen könne.  Die Schwäche dieses Konzepts ist offensichtlich.

Da Instrumentalmusik nunmal ohne erklärende Worte auskommen muss, muss man das ausermusikalische Geschehen kennen, um zu verstehen worum es geht. Ohne dieses Wissen bleibt die Musik eine Abfolge von lauten und leisen, schnellen und langsamen, lyrischen und dramatischen Momenten, deren Zusammenhang nur Fragezeichen hinterlässt.

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