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Frank Stella (* 12. Mai 1936 in Malden, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Maler, Bildhauer und Objektkünstler. Er zählt zu den Vertretern der Analytischen Malerei, des Hard Edge und der Farbfeldmalerei. Gerade mal 22 Jahre alt war Frank Stella, als er mit seinen „Black Paintings“ Ende der 1950er Jahre in New York für Aufsehen sorgte. Monochrome, in Schwarz gehaltene Bilder, mit denen er sich ähnlich wie Mark Rothko oder Robert Rauschenbach klar vom europäischen Trend absetzte.

Das IVAM in Valencia widmete dem Giganten Frank Stella  der US- amerikanischen Kunstszene eine große Restrospektive.Frank_Stella_Moby_Dick,_The_Ritz-Carlton_Millenia_Singapore_wikpeidia.orgDie Schau war eine der Höhepunkte des Kultursommers in Valencia. Dank Leihgaben aus Museen wie dem Centre Pompidou in Paris oder dem Museo Thyssen in Madrid hat das IVAM 36 Exponate vereint, die das Schaffen Frank  Stellas von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart verfolgen.


Zunächst schlicht und farbarm, werden die Werke Frank Stellas zunehmend kurvenreich und plastisch, immer häufiger kerht der Künstler dem Minimalismus , einst unantastbare Norm, den Rücken zu. Was bleibt, sind seine Abstraktionen, mal kühl und distanziert, dann wieder monumental, Skulpturen aus Stahl und Glasfaser, imposant und ausladend zugleich.

„Ich produziere keine Kunst am Fließband“

betonte Frank  Stella einst im Interview mit dem Kunstmagazin „art“. Und stellte klar, dass er, der Individualist, stets seinen eigenen Weg gegangen sei, unabhängig von Trends und Themen seiner Zeit. Dass der heute 77-jährige sich dennoch auf dem Kunstparkett verteidigen konnte, verdankt er nicht zuletzt dem Galeristen Leo Castelli. Er, der Avantgardist schlechthin, vereine im New York der 1960er Jahre so ziemlich alles,  was Rang und Namen hatte: Jasper Johns und Robert Rauschenberg, Cy Tombly und Franz Kline,  Jackson Pollock und Willem de Kooning sind nur einige Namen, die in den Räumen Castellis Spuren hinterließen.

Sprung in die Elite

Als der Talentschmied dann eines Tages ein Werk von Frank Stella in Händen hielt, zögerte der Galerist nicht lange. Schon 1960 hatte der unangepasste Künstler seine erste Einzelschau, der Sprung in die Elite war getan.  „Die Kunstwelt war überschaubar“ äußerte sich Stella im „art“ Interview an jene Anfangsjahre in New York. „Solange man jünger als 30 war, galt man überall als willkommen. Danach musste man es geschafft haben“.


Frank Stella hat es geschafft.

Und ließ seinem zum Teil waghalsigen Experimenten freien Lauf. So gelang es Frank Stella  in den 1960-er Jahren mit der Serie „Shaped Canvases“, sich vom klassischen Bildformat zu entfernen. Seine Leinwände  erhielten Form, wurden selbst zur Skulptur und machten die Dritte Dimension zum Usus. Schon ein Jahrzehnt später erteile Frank  Stella, einst enger Verbündeter von Pop-Ikone Andy Warhol, auch dem Minimalismus eine Absage. Längst waren Form und Farbe nicht mehr reduziert, längst zeigte sich Frank Stellas Bildsprache üppig, dynamisch, überladen gar.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Ivam eine Schau von Frank Stella zeigen wollte. Bereits 2008 gab es Pläne, die Werke des Ausnahmekünstlers nach Valencia zu holen. Damals wurde das Vorhaben wegen Finanzierungsproblemen auf Eis gelegt – umso größer war die Freude der Organisatoren, den Macher der „Black Paintings“  nun doch im Museeum gehabt zu haben.