Florenz, berühmte und bekannte Kunstmetropole. Städtereise Florenz. Sehenswürdigkeiten von Florenz

In Florenz, wie auch sonst in Italien ist es üblich, eine Bitte mit „per favore“ einzuleiten – doch häufiger als anderswo hört man hier das feinere, klangvollere „per cortesia“ – mit Verlaub.An solchen Feinheiten, äußeres Zeichen eines von Generation zu Generation weitervererbten Gespürs für gesellschaftlichen Umgang, erkennt man den Forentiner. Doich bedeutet dies nicht, daß er ein blutleerer Ästhet wäre: man vergesse nicht, daß auch Boccacio ein Sohn dieser Stadt war, und von ihm ist bis heute eine gehörige Portion Epikuräertum lebendig geblieben!


Der Florentiner ist kein Kostverächter: Er weiß die edelsten Tropfen der nahen Landschaft Chianti wohl zu schätzen und setzt auch den Dolci- Kuchen und Süßspeisen – keinen nenneswerten Widerstand entgegen, die auf zumeist überquellenden Dessertwagen in den meisten Restaurants zur Bekrönung eines reichen Mahls vorgeführt werden.  Die ohnehin schon verführerische italienische Küche ist in der Toskana ganz besonders gepflegt und erreicht im Landesvergleich oft einsame Spitze – zudem reift der köstliche Wein unmittelbar vor den Toren der Stadt Florenz.

Den Florentiner mit einem oder zwei Worten charakterisieren zu wollen, ist ein aussichtloses Unterfangen.  Wer sich in Italien etwas auskennt, wird erkannt haben, daß dem gebürtigen Florentiner beispielsweise die Geschwätzigkeit und die Jovialität des Neapolitaners abgeht. Die Hoffährtigkeit des Römers und dessen etwas dick aufgetragene Vornehmheit ist ihm ebenso fremd, obwohl des florentinische Großbürgertum nicht weniger unnahbar ist als die entsprechenden Kreise in der Hauptstadt.  Am nächsten verwandt ist er wohl dem Valenzianer, und dies aus Gründen einer vergleichbaren Vergangenheit.

Die Farben der Straße in Florenz

Für Florenz gilt, was auch für andere Kunststädte gilt: am besten hält man die Augen ständig nach oben gerichtet – dann stellt man fest, da es in einer Straße kaum zwei Häuser von der selben Höhe und der selben Farbe gibt: die Dachgesimse tanzen in bewegter Folge auf und ab, wie Noten einer beschwingten Melodie. Die Fassaden selbst bilden eine harmonische Stufenfolge von Ocker-, Sepia- und Sienatönen.

Den Reiz dieser auf den ersten Blick etwas farblos wirkenden Straßen – wir sind weit entfernt von den satten römischen Farben – wird man erst nach einer Eingewöhnungszeit entdecken.   Es ist denkbar, dass sich dem Stadtfremden von der Brücke der Goldschmiede aus die Farben von Florenz in aller Schönheit offenbaren.

Das touristisch interessante Florenz ist in der Tat auf den historischen Stadtkern beschränkt. Es wird umschlossen von breiten Boulevards, die dem Verlauf der geschleiften Befestigungsanlage folgen, von denen lediglich einige Tore übrig geblieben sind. Die historische Stadt bildet ungefähr ein Dreieck mit dem Scheitelpunkt an der Piazza della Leverta, wo die Straße von Bologna herkommend einmündet.

Die Altstadt von Florenz  ist in traditonsreiche Quartieri unterteilt, die sich wiederum in verschiedene Pfarreien gliedern. Das Grundmuster der Aufteilung geht auf das 14. Jahrhundert zurück und ist seit 1731 unverändert.

Im Norden von Florenz  liegt das Quartiere San Giovanni mit dem Baptisterium als Kern; im Osten des Quartiere Santa Croce, das auch diePiazza della Signorina und die historische Verwaltungsgebäude wie den Palazzo del Comune, die Uffizi, das Gefängnis und andere einschließt. Das westliche Quart Santa Maria Novella ist vor allem ein stilles Wohnviertel. In Trastarno (am jenseitigen Arno Ufer) liegt das Quartiere Santo Spirito.


Sehenswürdigkeiten in Florenz:

  • Biblioteca Medicea Laurenziana nach Plänen von Michelangelo neben der Basilika San Lorenzo
  • Universität (1321)
  • Große Synagoge von Florenz
  • Santa Maria Maddalena dei Pazzi
  • San Marco
  • Villa Medici La Petraia
  • Villa Gamberaia
  • Der Vasarikorridor verbindet den Palazzo Vecchio mit dem Palazzo Pitti.
  • Steinernes Wappen auf der Piazza della Signoria

 

Gärten in Florenz

  • Boboli-Garten (Palazzo Pitti)
  • Giardino Bardini, unweit des Boboli-Gartens und des Forte Belvedere
  • Giardino delle Rose, unterhalb der Piazzale Michelangelo in westlicher Richtung in der Viale Giuseppe Poggi
  • Giardino dell’Iris, ebenfalls in der Nähe des Piazzale Michelangelo, jedoch nur im Mai öffentlich zugänglich.

Museen in Florenz

  • Uffizien

Die Uffizien neben der Piazza della Signoria, die unter der Herrschaft der Medici als Verwaltungsgebäude für das Großherzogtum Toscana entstanden, beherbergen eines der weltweit bedeutendsten Museen für klassische Kunst, insbesondere der italienischen Malerei.

  • Accademia

Der Accademia di Belle Arti unterstellt und im gleichen Häuserblock an der Piazza delle Belle Arti gelegen sind das Kunstmuseum Galleria dell’Accademia (Via Ricasoli 58/60) und das Museum der renommierten florentinischen Restaurierungswerkstätten Opificio delle Pietre Dure (Via degli Alfani 78).

  • Museo Nazionale del Bargello

Der Palazzo del Bargello (Palazzo del Podestà) beherbergt ein Museum mit Werken der Bildhauerkunst, darunter Arbeiten von Donatello, Giambologna und Michelangelo sowie z. B. auch Werke der Malerei wie die des namentlich nicht bekannten, nach seinem Werk im Museum benannten Meister des Bargello-Tondo.

  • Palazzo Pitti

Der Palazzo Pitti, jenseits des Arno gelegen, beherbergt die ehemalige Privatsammlung der Medici, mit einem umfassenden Fundus aus der Zeit der Renaissance, darunter unter anderem Gemälde von Raffael.

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