Die monumentalsten Gebäude in Macao

Pokern - Foto S. Hofschläger - pixelio.de

Pokern – Foto S. Hofschläger – pixelio.de

Die Sonderverwaltungszone Macao liegt nur wenige Meter vom chinesischen Festland entfernt. Ähnlich wie Hong Kong war Macao lange Zeit eine Kolonie, jedoch war die Stadt nicht von der britischen Krone besetzt, sondern von den Portugiesen. Im Jahre 1999 trat Portugal die Rechte an die chinesische Regierung ab. Die prachtvollen Bauten aus der Kolonialzeit sind aber auch heute noch in Macao zu bewundern. Zu diesen gesellen sich in den letzten 50 Jahren mehr und mehr gewaltige Wolkenkratzer und monumentale Bauten von schier unglaublichem Ausmaß. Macao ist bekannt als das Las Vegas Asiens. Bereits seit 1850 wird in Macao dem Glücksspiel gefrönt. Kein Wunder, dass die größten Casinos, ganz nach amerikanischem Vorbild, in riesigen Hotelkomplexen untergebracht sind. Längst hat die Enklave Macao sein Vorbild Las Vegas überholt. Die Stadt generiert sechsmal soviel Umsatz aus dem Glücksspiel wie Las Vegas und die Gebäude haben unglaubliche Dimensionen erreicht.


Das Hotel Casino Venetian

Mit 600.000 Quadratmetern zählt das Hotel zu den flächenmäßig größten Gebäuden der Welt. Das Bauwerk der Superlative wurde im inneren nach dem Vorbild Venedigs gestaltet. Durch die Kanäle des riesigen Prachtbaus können die Gäste, sowohl in chinesische Sampans als auch in venezianischen Gondeln fahren. Vor dem Gebäudekomplex wurde der Markusplatz 1:1 nachgestellt. Er ist aber nicht nicht einmal die größte Fläche im Venetian. Das 120.000 Quadratmeter große Konferenzcenter übertrifft den Markusplatz um gut 20.000 Quadratmeter. Das Gebäude wurde ausschließlich als ein Platz der Unterhaltung konzipiert, wobei das Glücksspiel im Vordergrund steht. 800 Spieltische warten auf ihre Gäste. Zum Vergleich: das flächengrößte Casino in Deutschland – die Dortmunder Hohensyburg –hat gerade einmal 50 Tische zu bieten. Wer nun glaubt so ein Hotel kann doch nicht ausgelastet sein der irrt, denn die meisten Zimmer sind ausgebucht. Deshalb hat sich die Betreibergesellschaft Las Vegas Sands etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie errichtet direkt vor dem Venetian einen eine 1:1-Kopie des Eiffelturms. In ihm sollen weitere 300 Luxuszimmer entstehen. Das Venetian gehört ohne Zweifel zu den beeindruckendsten Gebäuden der Welt.

Das Grand Lisboa Macao

Stolze 264  Meter hoch ist der imposante Prachtbau Grand Lisboa Macao. Das Gebäude wurde von keinem geringeren als dem aus Hong Kong stammenden Casino-Mogul Stanley Ho in Auftrag gegeben. Macao machte ihn einst zum reichsten Mann in ganz Asien. Heutzutage hat er sein Vermögen in der Familie aufgeteilt. Die Familie verfügt laut Forbes über 50 Milliarden Euro. Das Grand Lisboa Macao verfügt über knapp 450 Zimmer. Die meisten davon großzügig geschnittene Suiten. Im Hotel selbst befindet sich kein Casino. Das Casino Lisboa befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite und zählt zu den ältesten Spielbanken der Stadt. Somit eignet sich das Grand Lisboa Macao für einen familiengerechten Aufenthalt in Macao. Stanley Ho hat mittlerweile in der ganzen Welt atemraubende Hotels und Spielbanken eröffnet. Allein acht von ihnen befinden sich in Macao.


Die Ruinen der Paulskirche Macao

Das Wahrzeichen der Stadt ist kein Casino und auch kein Hotel, sondern die bereits im 1500 Jahrhundert errichtete Paulskirche. Mit den Portugiesen kam auch der christliche Glaube nach Macao. Im Jahre 1565 begannen sie mit dem Bau der prächtigen Jesuitenkirche. Im Jahre 1620 begann der italienische Stuckateur Carlo Spinola mit der Gestaltung der Frontfassade. Das Ergebnis ist eine Mischung aus orientalischen Ornamenten und den bekannten Heiligen aus dem Christentum. Im 18. Jahrhundert verließen die Jesuiten die Stadt und übergaben das Gebäude an den Senat. Einige Jahre wurde es als Kaserne genutzt, bis zu einem verehrenden Großbrand. Dieser breitete sich über den kompletten Gebäudekomplex aus und lies nur noch die Grundmauern zurück. Nur die Fassade sollte die Jahrhunderte überdauern. Bis zum Jahre 1990 überließen die Stadtherren die Fassade dem Verfall. Plötzlich wurde die Ruine in die UNESCO-Weltkulturerbliste aufgenommen und daraufhin aufwendig restauriert. Heute befindet sich hinter der Fassade ein Museum und eine Grabkammer mit Reliquien chinesischer und japanischer Märtyrer. Die Ruine der Paulskirche ist ohne Zweifel das geschichtsträchtigste Gebäude der Stadt. Gäste der Stadt müssen der Paulskirche unbedingt einen Besuch abstatten, den hier erfährt man viel über die Geschichte von Macao.