Claudio M. Monteverdi, Kapellmeister, Musiker, Komponist, (1567-1643) Kath. Priester, ital. Komponist, klassische Musik

Monteverdi_wikipedia.orgClaudio M. Monteverdi wurde in Cremona geboren, wirkte 1602-1612 beim Herzog in Mantua, lebte dann ein Jahr ohne feste Anstellung in seiner Vaterstadt und wirkte seit 1613 als Kapellmeister der Markuskirche in Venedig, wo er gestorben ist. Er schrieb weltliche und geistliche Vokalmusik, Opern, Zwischenspiele und Ballette.

Monteverdi wollte das altgriechische Drama erneuern

Im Zeichen der Renaissance, der Wiedergeburt des griechischen Altertums, hatte sich Ausgang des 16. Jahrhunderts in Florenz ein Kreis feingeistiger Aristokraten, begeisterter Dichter,  Musiker und Gelehrter (darunter der Vater Galileis) das Ziel gesetzt, das altgriechische Drama zu erneuern, seine Sprachmelodik nachzuvollziehen, es wie die Griechen durch Musik zu beleben.


Der  musikalischen Ausarbeitung kam der damals allgemeine Zug  zum begleiteten Einzelgesang entgegen, der sich bewusst von der textlich kaum mehr aufzufassenden, verwickelten Polyphonie entfernte.  Den ersten Text  zu diesen Versuchen schrieb 1594 der Dichter Rinuccini mit seiner Dafne, die von Jacopo Peri vertont und wohl 1598 uraufgeführt wurde.

Das Künstliche nur wenige Jahre später ins Künstlerische erhoben zu haben, ist die geniale Leistung Monteverdis.  Gewiß geht er aus von dem stile rappresentativo der Florentiner, doch bereichert er ihn durch eine ausdrucksvolle Melodik, wie sie sich in seinen Madrigalen bereits vorfindet.  Mehr und mehr unterscheidet er die berichtenden von den betrachtenden Partien, eine Unterscheidung, die dann besonders im Barock (Händel ist merklich von Monteverdi beeinflusst) zu dem Absetzen des berichtenden Rezitativs von der empfindungsgeladenen Arie geführt hat. Angereichert  werden die dem jeweiligen Textsinn folgenden Ausdrucksmelodien durch charakterisierende Harmoniefolgen und eine farbigere  Instrumentation.


Monteverdi beeindruckt uns noch heute

Durch Monteverdi tritt erstmals die spätere viel erörterte „dramatische Wahrheit“ auf den Plan, so daß man eigentlich diesen Meister als den eigentlichen Schöpfer der Oper anzusehen hat.  Die Sprache Monteverdis wirkt auch noch heute auf uns . So nimmt es nicht wunder, daß Musiker des 21. Jahrhunderts sich wieder und wieder mit Neubearbeitungen beschäftigen.

Die bedeutendsten Opern Monteverdis sind:

ORFEO und  DIE KRÖNUNG DER POPPEA

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