Buddha, Buddhismus, Siddharta Gautama, berühmte Philosophen

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Reiner Schedl – pixelio.de

Buddha – oder eigentlich Siddharta Gautama – ein Prinz aus königlichem Geblüt!   Wer war Buddha ?  Wie war sein Leben, seine Geschichte, seine Philosophie.  Wie konnte Siddharta Gautama eine Weltreligion begründen? Was waren seine Intentionen oder wie gelang es ihm – zum Erleuchteten zu werden?   Die Geschichte von Siddharta Gautama – Buddha – in einer kleinen Zusammenfassung:


Die buddhistischen Glaubensanhänger

Man schätzt die Zahl der buddhistischen Glaubensanhänger auf etwa 500 Millionen Menschen.   Nahezu jeder achte Mensch auf der Erde ist Buddhist. Buddha schuf seine Lehre vor etwa 2.500 Jahren, mehr als 500 Jahre vor der Geburt Jesu Christi.   Nicht in einem armesligen Viehstall wie Christus (angeblich), sondern in einem früstlichen Schloss in Kaöilavasthu im Süden von Nepal – heute heißt die Stadt Terai – kommt um das Jahr 560 v. Chr. der Knabe Siddharta Gautama aus dem adligen Geschlecht der Sakja zur Welt.

  Nach der Überlieferung soll der Vater Suddhadona, die Mutter Maja geheißen haben.  Maja stirbt schon am siebten Tag nach der Geburt des Sohnes. Siddharta wächst als Fürstensohn der zweitobersten Kriegerkaste heran und wird in Glanz und Luxus erzogen.  In jeder Jahreszeit bewohnt er einen anderen Palast, umgeben und bewahrt von einem Heer dienstbarer Boten.  Indien ist damals wie heute ein Land größter sozialer Gegensätze zwischen märchenhaftem Reichtum und unsäglichem Elend.  Später heiratet er eine Dame aus fürstlichem Geschlecht, die ihm einen Sohn schenkt. So scheint sein Leben vorgezeichnet als das eines adligen Feudalherrn.

Da kommt der entscheidene Einschnitt in seinem 29. Lebensjahr. Kurz nacheinander begegnet er einem armseligen und zerlumpten zittrigen Greis, einem Schwerkranken und erblickt den Todeskampf eines Sterbenden. Schlagartig wird ihm der ganze Jammer, die Erbärmlichkeit und die Nichtigkeit des menschlichen Lebens klar. Der Ge3danke an das Elend der Welt hält ihn nicht mehr in seinem Palast und in der Geborgenheit.  Luxus und Sattheit ekeln ihn plötzlich zutiefst an , und er vertauscht die prächtigen Gewänder des Schloßherrn mit der schlichten safrangelben Toga des Bettelmönches. Dann verläßt er Heimat und Familie für immer.

Aus Siddharta Gautama wird Buddha

Er trifft fünf Asketen und übt sich mit ihnen im Hungern und Darben und im entsagenungsvollen Leben des Fakirs. Sechs Jahre zieht er mit ihnen herum, bettelnd, hungernd, düsternd und vegetierend. Dann weiß er, dass auch dieses Leben ihm nicht die Antwort gibt auf die große Frage nach dem Sinn und Zweck des natürlichen Lebens. Am Rande der völligen körperlichen und seelischen Erschöpfung verlässt er die fünf Wegbegleiter in der Nähe der Stadt Patna am unteren Ganges.  Er erbettelt sich eine Schale Milch und Reis, schlürft das Mahl gierig in sich hinein und zieht dann alein seinen Weg weiter.

In Maghada in der heutigen Provinz Bihar, kommt er in innerer Sammlung unter dem Bodhi-Baum, einem indischen Feigenbaum, zur großen Erleuchtung. Neunundvierzig Tage verbringt er im Schatten des Baumes im stetigen Denken und in der innerlichen Betrachtung nach dem Sinn allen Seins.


Nun führt ihn sein Weg nach Samath, unweit von Benares, in den Tierpark von Isipatana. Hier leben Hunderte von obdachlosen Menschen, Bettler, Kranke, Lahme, im Leben Gestrauchelte. Ihnen, den Ärmsten der Armen, den auf der Schattenseite des Lebens stehenden Menschen, will er nun seine Lehre des Trostes vortragen. Unter den zahlreichen Zuhörern trifft er auch wieder jene fünf Fakire, mit denen er jahrelang durch die Lande zog.  Andächtig lauschten die Armen seinen Worten.

Diese Predigt Siddhartas im Tierpark von Sarnath wird noch heute in der buddhistischen Welt als „das Inbewegungssetzung des Rades des Gesetzes“ angaesehen oder „das Fahrzeug der reinen Lehre“ genannt. In seiner Rede wird er immer wieder von den Jubelrufen unterbrochen: „Das ist die wahre Lehre der Erleuchtung, und du, Siddharta Gautama, bist der Buddha, der Wahrhaftige Erleuchtete“. Der Name Buddha , der Erleuchtete, blieb ihm bis in unsere Zeit.