Berühmte Philosophen: Diogenes, Archimedes, Pythagoras, Platon, Sokrates

Platon, berühmter griechischer Philosoph der Antike - wikipedia.deJeder kennt ihre Namen und auch einige Anekdoten aus ihrem Leben werden häufig zitiert. Schwieriger wird es schon bei der Frage, wer wann was getan oder gesagt hat. Hier geht es um berühmte Philosophen, speziell Archimedes, Diogenes, Platon, Pythagoras und Sokrates. Wissen Sie, wer von diesen Herren nackt durch Syrakus gelaufen ist und gerufen hat, „Heureka! Heureka!“ „Ich hab’s! Ich hab’s!“?


Redet man über berühmte Philosophen aus der griechischen Antike, dann ist Sokrates einer der ersten Namen. Der Einfluss dieses Fragestellers, der sich selbst als Freund der Weisheit, als „philos sophia“ bezeichnet hat, auf die griechische und allgemein abendländische Denkkultur ist so groß, dass er zu der Einteilung in Vor- und Nachsokratiker geführt hat.

Sokrates kam, im Gegensatz zu seinem berühmtesten Schüler Platon, aus eher einfachen Verhältnissen, kann aber auch nicht arm gewesen sein. Er war also wohl eher ein Steve Jobs der Philosophie als ein Bill Gates. Sokrates bewegte sich ständig unter den Menschen auf den Plätzen Athens und stellte Fragen. Das ist charakteristisch für seine Philosophie, die oft in dem prägnanten Satz zusammengefasst wird „Ich weiß, dass ich nichts weiß“.

Sokrates wichtigster Schüler war Platon

Bekannt ist auch sein Tod durch den Schierlingsbecher. Im Alter von 70 Jahren wurde er wegen angeblicher Gottlosigkeit und Verblendung der Jugend zum Tode verurteilt. Berühmt ist hier die Art, wie er das Urteil annahm und auch nicht aus Athen floh, obwohl er Gelegenheit dazu hatte.

Sokrates wichtigster Schüler Platon führte sein Werk weiter, baute die Technik des strukturierten Dialogs aus und gründete die Akademie, die erste Philosophenschule im antiken Griechenland. Von Platon ist eine Reihe wichtiger Werke erhalten, zum größten Teil in der Form literarischer Dialoge sowie eine Sammlung von Briefen. Diese Werke begründen Platons Bedeutung für die Philosophie, die andere berühmte Philosophen in den Schatten stellt.

Zwei berühmte Philosophen aus der Zeit vor Sokrates sind Pythagoras und Diogenes von Apollonia. Dieser Zusatz ist wichtig, da der Name Diogenes in der antiken Geschichte recht häufig vorkommt. Sehr bekannt ist zum Beispiel Diogenes von Sinope, auch bekannt als der Zyniker, der Platons Interpretation der sokratischen Philosophie widersprach und durch sein Leben in der Tonne auf dem Marktplatz Athens zur Legende wurde. Diogenes von Apollonia wurde 87 Jahre früher geboren und als Arzt und Philosoph bekannt, der die Luft als Grundstoff alles Seienden betrachtete. Er erkannte den kosmischen Ursprung von Meteoriten und nahm an, dass es eine unendliche Anzahl von Welten gibt. Durch Aristoteles überliefert ist ein Teil seines Werkes, das eine wissenschaftliche Beschreibung der Blutgefäße im menschlichen Körper enthält.

Der Satz des Pythagoras – und die pythagoreische Diät

Der größte Teil von Diogenes Werken ist allerdings nicht erhalten und ähnliches gilt auch für andere berühmte Philosophen aus vorsokratischer Zeit. Auch sehr umstritten ist Leben und Werk des noch älteren Pythagoras, dessen Name vielen aus dem Mathematikunterricht bekannt sein dürfte. Der Satz des Pythagoras ist schließlich eine der grundlegenden Formeln für die Berechnung von Dreiecken. Mindestens genauso wichtig in seinem Leben war aber wohl die religiös-philosophische Bewegung, die er gründete, und die sich zu einer disziplinierten, bescheidenen Lebensweise verpflichtete. Pythagoras war, wie später auch Sokrates und Platon Vegetarier, und diese Ernährungsform wurde bis zur Mitte des 19ten-Jahrhunderts teilweise auch als pythagoreische „Diät bezeichnet“.

Im Gegensatz zu den Vorsokratikern ist von den Werken des Archimedes recht viel überliefert. Das Allround-Genie aus dem damals griechischen Syrakus auf Sizilien war einer der bedeutendsten Mathematiker der Antike, dessen Werke bis ins 17te-Jahrhundert für die Entwicklung der Mathematik von Bedeutung waren. Außerdem beschäftigte sich Archimedes mit Physik und der Entwicklung technischer Geräte, so dass man ihn heute als Ingenieur bezeichnen würde.


Wichtige physikalische Arbeiten betrafen die Hebelgesetze – „Gib mir einen festen Punkt und ich hebe die Welt aus den Angeln“, soll er gesagt haben. Er fand auch eine Möglichkeit den Feingold-Anteil der königlichen Krone zu bestimmen, ohne diese zu beschädigen. Dazu verglich Archimedes das Volumen mit einem gleich schweren Goldbarren, indem er die Menge Wasser maß, die beide verdrängten. Die Idee soll ihm in der Badewanne gekommen sein, was ihn zu dem eingangs erwähnten nackten Auftritt in Syrakus verleitet hat.

Berühmt ist schließlich auch der Ausspruch, den Archimedes dem römischen Legionär zugerufen haben soll, der ihn bei der Eroberung von Syrakus am Boden sitzend und im Sand zeichnend vorgefunden haben soll, ihn festnehmen wollte und schließlich erschlug: „Störe meine Kreise nicht!“.

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