Berühmte Designer, Lichtdesign, Ingo Maurer Lampen

ingo maurer bulbIngo Maurer gelang mit der Leuchte Bulb der internationale Durchbruch. Ingo Maurer wurde  1932 in Reichenau, am Bodensee, geboren.  Auf der Suche nach weicherem, sanfterem Licht, das das starke, brillante der sechziger Jahre ablösen sollte, sah der Designer Ingo Maurer 1972 in einer Pariser Boutique einen japanischen Fächer. Eines jender muschelförmigen Dinger aus Bambus und Reispapaier, die ein paar Jahre später alle Welt überschwemmten. Ingo  Maurer hielt den Fächer gegen das Licht und war fasziniert, wie er den Schein filterte.


Ein paar Monate später erlebte  Ingo Maurer in Japan einen Schock:  Die machten nur noch Fächer aus Plastik. Ein Jahr danach fuhr er wieder nach Japan, fest entschlossen, einen Handwerker zu finden, der noch Fächer der alte Art machte. Er fand ihn in einem Dorf auf der Insel Shikoku, wo inzwischen auch Plastikfächer hergestellt wurden. Tatsuo Shigeki aber gehörte in sechster Generation zu der Familie, die Fächer für den örtlichen Samurai arbeitete.

Shigeki und paar Mitarbeiter machten für Design M Fächer in verschiedenen Größen: Ingo  Maurer hat außer der Hängelampe auch Versionen für Decke und Wand, Boden und Tisch entworfen, im ganzen zehn.  Was hier in wenigen Sätzen wiedergegeben ist, war in Wirklichkeit in Prozess, der über Jahre ging. Bis die Produktion anlaufen konnte, mußten ettliche Hürden genommen werden.  So brauchte es Zeit,  bis  Ingo Maurer die Japaner zu ständiger Mitarbeit überreden konnte, und auch das Kostenproblem war nicht einfach zu lösen. Gleich nach dem Erscheinen am Markt, waren die Fächerlampen ein Riesenerfolg, in den USA ebenso wie in Europa.

Der Designer Ingo Maurer

Das Phänomen Licht fasziniert  Ingo Maurer  vor allem. Seit Jahren gehören Lampen von Ingo Maurer (immer auch mit originellen Namen, wie Bulb, Knitterlin, Glatzkopf) zu den schönsten auf dem Markt, phantasievoll und stets im Trend.  Wie die berühmte YaYaHo, ein vielseitiges Halogensystem an Drahtseilen.

Ingo Maurer machte nach der Schulzeit eine Ausbildung zum Typographen in Deutschland und in der Schweiz und absolvierte von 1954 bis 1958 ein Grafikstudium in München.  Von 1960 an lebte er drei Jahre in den USA, arbeitete als freier Designer in New York und San Francisco. 1963 kehrte er nach Europa zurück.  1966 gründete er Design M in München.  Bulb, eine überdimensionale Glühbirne, war seine erste Lampe. Für einige Entwürfe hat er Design-Auszeichnungen gewonnen. Lampen von Ingo  Maurer wurden in verschiedene Museumssammlungen aufgenommen.


Ingo Maurers Licht-Design ist spektakulär und heute ein Klassiker

Mit YaYaHo hat Ingo Maurer spektakuläre  Installationen inszeniert, so in Paris im Centre Pompidou und im Institut Francais d Architecture, in der Villa Medici in Rom. Ingo  Maurer begnügt sich nicht damit, Modelle zu entwerfen – er macht sich auch Gedanken über Design und über die Welt von heute.  Nach der Zeit übersteigerten Fortschrittglaubens  muß, davon ist er überzeugt, ein Wechsel kommen, Wechsel zu Bescheidenheit und mehr Menschlichkeit.  Die wachsende Zahl junger Leute, die sich dem Konsumzwang verweigern und nach länger gültigen Werten suchen, macht ihm Hoffnung.

Ingo Maurer setzt auf Eigenverantwortung und Phantasie. Und wenn auch Licht nicht aufhören wird, ihn zu faszinieren, wünscht er sich doch, in soziale Design-Probleme und Aufgaben einbezogen zu werden.  „Einfachheit wird immer wichtig sein für mich, und wichtiger als je  zuvor wird eine gesunde Beziehung zwischen Material (und Geld) und dem Ergebnis sein“.

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