Berühmte Burgen und Schlösser – Deutsche Burgen – Deutsche Schlösser – Weltkulturerbe Mittelrhein

Schönburg_Oberwesel_wikipedia.orgFerdinand Freiligrath nannte sie einst „der Romantik schönster Zufluchtsort am Rhein“. Auch heute macht die Schönburg ihrem Namen alle Ehre und beherbergt ein renommiertes Hotel. Daneben nutzt das Kolpingwerk sie als Jugendburg.

1149 im Besitz Hermanns von Stahleck war sie zeitweilig Reichsburg und ging 1266 in den Besitz derer von Schönburg über. Wie viele ihrer Nachbarn wurde die Schönburg 1689 zerstört. Seit 1885 wurde sie Stück für Stück in ihren heutigen Zustand versetzt. Die mächtige Schildmauer ist eine der bedeutendsten ihrer Art.


Von hier führt ein schöner Wanderweg direkt in die Stadt.

Quelle: Mit freundlicher Unterstützung des Mittelrheinforums

Burgen und Schlösser in Deutschland in der Region Mittelrhein – sind  bekannt und sind ein beliebtes Reiseziel.

UNESCO – Verpflichtung und Chance

Im Forum Mittelrheintal schlossen sich die Städte, Gemeinden und Kreise, dieVerbände des Naturschutzes und der Denkmalpflege, die Touristik-Organisationen und engagierte Bürger der Region zusammen, um die Aufnahme des Rheintales in die Liste des UNESCO Welterbes zu betreiben. Das Forum wurde als gemeinnütziger Verein anerkannt und widmete sich überwiegend der Information der Öffentlichkeit zu den Chancen und Herausforderungen der UNESCO Kulturlandschaft. Dazu gehören Konferenzen und Seminare zu den aktuellen Themen der Kulturlandschaft und auch einzelne Projekte – zusammen mit den Schulen, Gemeinden und Vereinen. Sie erreichen diese Orginisation unter  Mittelrheinforum

Es gibt viele Seiten, die sich dem Thema: Berühmte Burgen und Schlösser in Deutschland widmen.  Was vielen Besuchern nicht mehr so vertraut ist, ist die Geschichte des Rittertums während des Mittelalters.  Alle berühmten Burgen und Schlösser am Mittelrhein verfügen über eine eigene Geschichte.  Ritter lebten auf allen Burgen. Einen kleinen Einblick geben wir Ihnen hier.

Lehnsordnung und Feudalwesen:

Für Deutschland wurde das Lehnswesen vor allem im 12. , 13. und 14. Jahrhundert von besonderer Bedeutung.  Die im fränkischen Reich entwickelte Institution hatte sich seit dem 10. Jahrhundert über ganz Europa, ja im Verlaufe der Kreuzzüge auch auf den Vorderen Orient und von Deutschland aus auch nach slawischen Staaten Osteuropas verbreitet, doch wichen die Ausprägungen vielfach voneinander ab; jede Nation entwickelte ihre eigene Individualität.

In Süddeutschland war das Lehenswesen seit dem 10/11. Jahrhundert derart im Gebrauch, daß die meisten freien wehrhaften Männer, die Grundbesitz, Rüstung und Roß besassen, in derRegel Lehensträger waren, daneben  aber auch zuweilen Alloden, d.h. Grundeigentümer.  Die Fähigkeit zum Erwerb des Ritterlehens war im 13. Jahrhundert in Rechtsbüchern wie dem Sachsenspiegel und dem Schwabenspiegel durch die als Heerschildordnung bezeichnete Rangstufe innerhalb der Herrenschicht festgelegt. Danach war der König der Träger des ersten Herrschildes, es folgen dann als Träger des zweiten Heerschildes Bischöfe und Äbte, des dritten die Herzöge und Grafen, des vierten freie Herren, des fünften schöffenbar freie Lehensleute.  Ein siebter Herrschild war in der Lehensordnung ungewiß.

Das Zeremoniell des vasallischen Vertrages vollzog sich im wesentlichen wie in karolongischer Zeit. Der erste Akt war die Mannschaft, die aus zwei Elementen, der Darreichung und Umschließung der Hände und der mündlichen Willenserklärung bestand. Auf die Mannschaft folgte der Treueeid, der stehend unter Berührung der Reliquie mit der Hand geleistet wurde. Zu dieser Handlung kam oft, besonders in Frankreich, als dritter Akt, der Kuß als Bekräftigung. Zuweilen wurde über den Vertrag auch eine Urkunde ausgestellt, die alle nähren Umstände berücksichtigte.

Der Dienst der Versallen auf Burgen und Schlössern

Den Dienst, der der Versall zu leisten hatte, bestand in der Hauptsache im Kriegsdienst zu Pferd, als Ritter, der dem Herrn zur Verfügung stand. Er hatte vollgerüstet oder doch mit Teilen der Rüstung anzutreten, je nach getroffener Abmachung allein zu persönlichem Dienst oder in Begleitung einer Schar von Rittern, die seine Unterversallen waren. Man könnte hier von Versallen und Dienstrittern sprechen, die sich durch Besitzstand und Stellung voneinander unterschieden.

Die Art und Form der Leistung war in vielen Fällen vertraglich geregelt. Neben der Folge zur Heerfahrt oder lediglich zum Reiterzug, einem zeitlich begrenzten Unternehmen, konnte der Dienst auch in der Burghut oder Bewachung einer Burg des Herrn bestehen, auch konnte der Versall gehalten sein, dem Herrn seine Burg offen zu halten und notfalls zur Verfügung zu stellen.  Dieses Öffnungsrecht blieb noch bis in die Neuzeit in Gebrauch.  Immerhin waren die Leistungen nicht unbegrenzt, und der Versall war seinerseits darauf bedacht , sie möglichst einzuschränken.

Ausser dem Wehrdient gab es noch andere Formen der Dienstleistungen, die etwa in der Wahrnehmung von Verwaltungsaufgaben bestand, auch konnte der Dienst, insbesondere der Waffendienst, durch Geldzahlungen abgegolten werden, zumal in Zeiten, als  Söldnerheere schlagkräftiger  erschienen als Versallenheere . War der persönliche Waffendienst in Deutschland auch zunächst die Regel, so wurde es von der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts an möglich, sich z.B. von der Teilnahme an der Romfahrt freizukaufen.

Im 11. Jahrhundert verbreitete sich für Lehen immer mehr die Bezeichnung feodum, genauer feodum militis, Ritterlehen, oder feodum miltare. Das Feudalsystem, feudal abgeleitet von feodum, war die Herrschaftsstruktur des Mittelalters.

Weitere Informationen finden Sie hier :  Welterbe Mittelrhein – Burgen am Mittelrhein – berühmte Burgen und Schlösser  zwischen Mainz und Koblenz.

Zu den herausragenden Besonderheiten des Welterbes gehören die rund 40 Burgen, Schlösser und Festungen auf nur 65 Kilometern entlang des Rheins zwischen Bingen und Koblenz: Diese Burgendichte ist weltweit einmalig!  Hier finden Sie weitere Informationen:  Schlösser und Burgen am Mittelrhein

Nachdem Burgen und Schlösser unter die Rubrik: Berühmte Bauwerke fallen, finden Sie hier weitere Informationen zum Thema:  Berühmte Bauwerke

Das Jahr 1802 gilt als das Geburtsjahr der Rheinromantik in Deutschland.

Friedrich Schlegel, der damals auf seinem Weg nach Paris das Rheintal durchquerte, formulierte eine neue Landschaftsästhetik, die sich wie eine trotzige Absage an das bisher vorherrschende Ideal liest: „Für mich sind nur die Gegenden schön, welche man gewöhnlich rauh und wild nennt“.

Rauh und wild – so präsentiert(e) sich der Rhein im felsigen Engtal zwischen Bingen und Koblenz. Hier war keine liebliche Idylle, kein Arkadien, keine kultivierte Landschaft, wie sie das Barock- und klassische Zeitalter geschätzt hatte. Hier glaubte der Romantiker, nur unverfälschte Natur vorzufinden, bekrönt von zahlreichen Burgruinen, die ihm als stumme Überreste eines als „ursprünglich“ verklärten Mittelalters von der guten alten Zeit kündeten.


Im selben Jahr 1802 brachen auch die Dichterfreunde Achim von Arnim und Clemens von Brentano zu einer epochemachenden Rheinwanderung von Bingen nach Koblenz auf: „Es setzten zwei Vertraute / Zum Rhein den Wanderstab, / Der braune schlug die Laute, / Das Lied der blonde gab“. Die literarische Rheinromantik brach an.

Ähnlich wie in der Literatur beeinflusste die Romantik auch in der bildenden Kunst und der Musik die schöpferischen Geister der Zeit. In der Malerei ragt der große englische Maler William Turner heraus, der den dramatischen Aspekt der Landschaft in einzigartigen Bildern und als einer der ersten eingefangen hat. Aus dem Bereich der Musik ist Robert Schumann als der wohl Bedeutendste zu nennen.

Sagen und Mythen