Berühmte Persönlichkeiten im Kulturjahr 2014 – Erinnerungen

Als Michelangelo 1564 starb, kam im selben Jahr William Shakespeare zur Welt. Das war vor 450 Jahren. Aber es stehen noch andere runde Jahrestage auf dem Kalender 2014:

Johann Gottlieb Fichte:  Er war einst der meistgefeierte Denker in Deutschland.  Johann Gottlieb Fichte war auch Freimaurer.  Während der Französischen Revolution und später unter napoleonischer Besetzung erreichten seine philosophischen Schriften über die Freiheit große Aufmerksamkeit.  Heute sind vor allem seine „Reden an die Deutsche Nation“ bekannt. Am 29. Januar jährt sich sein Todestag zum 200. Mal.

Michelangelo Buonarroti:  Die Fresken der Sixtinischen Kapelle, die Kuppel des Petersdoms, sein „David“ und die Medici-Grabmäler in Florenz machen den italienischen Maler, Bildhauer, Architekten und Dichter zum bedeutendsten Repräsentanten der Hochrenaissance. Vor 450 Jahren starb er 89-jährig am 18. Februar in Rom.

Christian Morgenstern:  Leichte Verskunst, hintergründige Ironie, Satire und Parodie prägen die aphoristisch-epigrammatischen Werke des Dichters. Aber sie zeugen auch von tiefer Gläubigkeit. mit den „Galgenliedern“ manifestierte er seinen Ruhm. Er starb vor 100 Jahren am 31. März in Südtirol an den Folgen seiner Tuberkulose.

El Greco:  Seit rund 100 Jahren gilt der griechische Maler , der um 1600 in Spanien wirkte, als Prophet der Moderne. Der Manierist  (Die Vision des Heiligen Johannes) hatte in seinen rauschhaften Bildern mit ekstatischen Farben und verrückter Perspektive die Regeln der Spätrenaissance missachtet. Er staab am 7. April 1614 in Toledo.

Charlie Chaplin:  Der erste große Weltstar des Films bleibt vor allem wegen des Bildes des „Vagabunden“ mit Melone, weiten Hosen, riesigen Schuhen und Spazierstock in Erinnerung. Mit sozialkritischen Slapstickkomödien wie „Moderne Zeiten“  oder „Goldrausch“  wurde der Schauspieler, Regisseur, Autor und Produzent berühmt. Am 16. April wäre der 1977 in der Schweiz gestorbene Brite 125 Jahre alt geworden.

William Shakespeare:  über das Leben des weltweit berühmtesten Dramatikers ist erstaunlich wenig bekannt – nicht viel mehr, als dass er am 26. April 1564 in Stratford upon Avon nordwestlich von London getauft wurde. Historiker gehen davon aus, dass er Dichter von „Romeo und Julia“ und „Hamlet“ vor 450 Jahren am selben Tag zur Welt kam, an dem er 1616 starb, am 23. April.

Richard Strauss:  Mit den Uraufführungen seiner Opern „Salome“ und „Elektra“ feierte der in München geborene Strauss Anfang des 20. Jahrhunderts triumphale Erfolge. Bald galt er als der berühmteste deutsche Komponist seiner Zeit. Wegen seines Engagements als Präsident der NS Reichmusikkammer (1933 bis 1935) ist Strauss bis heute umstritten. Sein 150. Geburtstag fällt auf den 11. Juni 2014.

Louis de Funes:  Er fluchte, was das Zeug hielt , und war die  beliebteste Nervensäge des europäischen Films. mit Streifen wie „Der Gendarm von St. Tropez“ oder „Fantomas“ brachte der 1983 in nantes gestorbene „Fufu“ , wie die Franzosen den 1,64 Komiker nannten, Groß und Klein zum Lachen. Am 31. Juli 2014 wäre er 100 Jahre alt geworden.

August Macke:  Er gilt als einer der bedeutendsten Expressionisten – auch wenn er kein typischer Vertreter des Stils war. Ihm fehlten die innere Zerissenheit und Radikalität. er beteiligte sich an den Ausstellungen der Künstlergruppe „Der blaue Reiter“. Charakteristisch für ihn sind das Spiel mit dem Licht und seine leuchtenden Farben. 27 jährig fiel er vor 100 Jahren am 26. September 1914 an der Ostfront.

Henri de Toulouse Lautrec:  Seine impressionistischen Plakate für das Pariser Variete „moulin Rouge“ sind weltberühmt. Anregungen für seine Bilder und lithografien holte sich der Franzose in der Halbwelt und den Vergnügungslokalen rund um den Montmartre. Er wurde am 24. November vor 150 jahren im südfranzösischen Albi geboren.

Marques de Sade. Bekanntgeworden ist der französische Adlige wegen seiner pornografischen Schriften über Sex-Orgien und seinerzeit anstößige Praktiken – wie „Die 120 Tage  von Sodom“.  Der Begriff Sadismus geht auf ihn zurück. Seine Werke beschäftigen sich aber auch mit Philosophie, kirchenkritik und Sozialismus. Am 2. Dezember vor 200 jahren starb er in einem Irrenhaus bei Paris.

Camile Claudel:  Sie war die Schülerin und Geliebte von Auguste Rodin. in Ihren Werken – wie „Ds reife Alter“ geht es um Erotik, Liebe, Alter und Tod. Die wohl bedeutendste Bildhauerin am Ende des 19. Jahrhunderts zerbrach an der Beziehung zu dem viel älteren Künstler. Sie verbrachte ihre letzten 30 Jahre in der Psychatrie. Am 8. Dezember vor 150 Jahren wurde sie bei Reims geboren.