Tänzer/Choreografen

Ballett und ChoreografieDenke ich an Balletttanz und Choreografie, denke ich an  die Ballettlegende Rudolf Nurejew.  Ich hatte das unendliche Vergnügen, diesen Ausnahmekünstler und Danseur noble in den 70-iger Jahren im Nationaltheater in München im “Schwanensee” erleben zu dürfen.  Dieser Tanz war nicht von dieser Welt.   Ein Tänzer der schwerelos zu sein schien, der in der Luft schwebte.  Diese Aura, diese Kraft, diese Energie und Ausstrahlung, nahm jeden gefangen und in Beschlag.  Es war ein Erlebnis der besonderen Art.


Natürlich gab es auch schon vor Nurejew grosse, berühmte Tänzer des klassischen Balletts – auch nach ihm – oder durch ihn – seinen Anspruch, sein Können, sein Engagement, gab es eine reihe von großartigen Tänzern und natürlich auch Tänzerinnen, die die Ballettszene bereicherten.  Dennoch gehörte Rudolf Nurejew ganz sicher zu denen, die man als Jahrhunderttänzer bezeichnen darf.

Große, berühmte Choreographen , wie John Cranko oder John Neumeier, die alle, aber das ist ja fast selbstverständlich, vor ihrer Berufung zum Choreografen, begnadete Balletttänzer waren, gehören ebenfalls zu den Namen, die einem für immer ins Gedächtnis gemeisselt bleiben.

Dass ein Wim Wenders, ebenfalls ein grosser, berühmter seiner Zunft (Regisseur), einer Choreografin wie Tina Bausch ein filmisches Denkmal setzt, erfüllt mich mit grosser Freude.   Vielleicht erhält er den Oscar 2012!   Sein Film und sein Werk hätten es m.E. verdient. Leider wurde der Film “nur” nomminiert. Wobei das schon eine große Auszeichnung ist !

Für Menschen, die sich genauso wie ich für das Ballett und den klassischen Tanz begeistern, habe ich diese Rubrik eröffnet.  Es ist mir eine Freude, sie nicht nur mit berühmten und bekannten Tänzern, Tänzerinnen, wie der grossen, berühmten Dame Margot Fonteyn oder Marcia Hayde ein wenig vertrauter zu machen -  sondern Ihnen auch neue Projekte vorstellen zu können.

Als ich zum ersten Mal das  berühmte Nederlands Dance Theater , in Anwesenheit von Königin Beatrice und Prinzgemahl Claus, in der Oper in München, erleben durfte,  ich mich zum ersten Mal mit modernen Tanztheater konfrontiert sah, dass in seiner Qualität weltniveau hatte, stand ich vor einem für mich höchst erstaunlichen Ergebnis.   Ich hatte bisher klassischen Tanz so favorisiert, dass Modern Dance für mich eine gänzlich andere Kunstrichtung war.   Diese Anschauung musste ich von Stund an, für mich selbst, revidieren.

Über den klassischen Tanz, klassisches Ballett – und über moderne Inszenierungen und Choreografien, werde ich unter dieser Rubrik zeitnah immer wieder berichten.

Der klassische Tanz

Um die klassische Technik zu erlernen, braucht man ein jahrelanges tägliches Training. Die Methode eines solchen Trainings basiert auf Übungen an der Barre (Stange) und Übungen im Milieu (Mitte). Die Übungen an der Barre dienen der Vorbereitung des Körpers und der Basistechnik. Eine optimale vertikale Achse, die durch das Zentrieren des Körpers erreicht wird, soll beim Wechseln der Raumhöhen (plié, tendue, relevé) immer garantiert werden, gleichgültig ob auf beiden oder auf einem Bein gestanden wird. Ferner werden die Bewegungen der Beine, Arme und des Kopfes in den verschiedenen Raumrichtungen präzise geübt.

In der Mitte (Milieu) werden dann einige der Platzierungsübungen wiederholt, allerdings im Raum (Richtungswechsel, Ortswechsel). Die Schrittfolgen sind in qualitative Kategorien eingeteilt: Adagio, Pirouetten und große Pirouetten, petit Allegro (kleine, sehr schnelle Sprünge), mittlere Sprünge und zum Schluss das grand Allegro. Zu jeder dieser Kategorie gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade und Gestalten. Die Lehrer sind frei, diese Kombinationen zu gestalten.

In einer Ballett-Klasse werden somit keine Choreografien eingeübt. Dies tun die Ballett- oder zeitgenössischen Tänzer erst in den Proben. Bühnentänzer trainieren, also üben ihre Technik, solange sie als Interpreten agieren (wie auch die Musiker oder Sänger).

Ballettpositionen

Die Basis der körperlichen Haltung ist die Vertikale und das en dehors (Auswärtsdrehung der Beine aus dem Hüftgelenk). Zu den Ballettpositionen gehören zum Beispiel die Arabesque (gestrecktes Spielbein) und die Attitude (gebogenes Spielbein), das Sur-le-cou-de-pied und das Retiré, ebenso sind die Fußpositionen standardisiert. Auch die Arme (dazu gehören auch die Hände und die Finger) haben bestimmte Positionen sowie der Kopf (dazu gehört auch der Blick). In einer Choreografie werden diese formalisierten Positionen abgeändert, verwischt, variiert und interpretiert. Doch geschieht dies auf der Basis der Grundpositionen. Ein Ballett-Tänzer ist also stets in einer dieser Positionen, unabhängig davon ob er springt, sich dreht oder bewegt.

Ballettbegriffe

Da die Geschichte des Balletts in Italien beginnt und dann auf Frankreich übergeht, sind noch heute die meisten Begriffe der Ballettsprache französischen oder seltener italienischen Ursprungs. Ballettterminologie ist noch immer nicht einheitlich, jede der großen Schulen verwendet leicht abweichende Termini. Bei der täglichen Arbeit im Ballettsaal werden oft Abkürzungen verwendet.

Begriffe des Ballett:  Quelle – wikipedia.de


Klassische, berühmte Choreografien von berühmten Choregrafen mit berühmten Solisten u.a.

Giselle  – die Rolle der Giselle zählt zu den Traumrollen einer jeden Solistin

Schwannensee

Romeo und Julia

Dornröschen

Nußknacker

Die berühmtesten Choreografien des klassischen Balletts werden wir Ihnen hier ebenfalls vorstellen. Eine umfangreiche Liste berühmter Tänzer und Tänzerinnen finden Sie auch hier.