Opern/Opernhäuser

Palau de les Arts in Valencia

Als Oper bezeichnet man sowohl ein musikalisches Werk als auch ein Opernhaus. Berühmte Opern und berühmte Opernhäuser gehören einfach zusammen. Die großen Opern werden ausschließlich in berühmten und großen Opernhäusern aufgeführt.

Opern sind von einer Formenvielfalt geprägt, die durch konventionelle Kompositionsstile ebenso wie durch individuelle Lösungen der Komponisten bestimmt wird. Deshalb gibt es keine allgemeingültige Formel für ihre Struktur. Grob gesehen kann man jedoch eine Entwicklung von der Nummernoper über viele verschiedene Mischformen bis zur durchkomponierten Oper gegen 1900 feststellen.


Eine Oper beginnt mit der Ouvertüre.  Die Ouvertüre schildert in einer kurzen Zusammenfassung die Handlungsabläufe der Oper.   Die Arie ist der Oberbegriff für alle  Sologesänge.  Es gibt berühmte und bekannte Arien, die jedem halbwegs gebildeten Opernfan geläufig sind und die er ohne Problem auch der jeweiligen Oper zuordnen kann.   Bei Musical würde man salopp sagen, es sind Ohrwürmer.  Bei der Oper ist das ebenfalls so.

In vielen Opern agiert auch ein Chor.   Der Chor bildet meistens „das Volk“  oder stellt dieses dar.  Ausserdem sind Chöre zwischen den Solonummern auch abwechslungsreich und von grosser Tragkraft.  Einer der berühmtesten Chöre ist der „Gefangenenchor“ aus der Oper „Nabucco  oder der „Triumphmarsch“ aus Aida von Verdi.

Ein Kulturgenuss von höchsten Rang ist die große Oper

Die Bezeichnung „Große Oper“ bedeutet:   dass das Orchester und der Chor in großer Besetzung spielen und singen sollten, oder dass die Oper ein abendfüllendes Werk mit integriertem Ballett ist. Dies sind Opern, die nur in einem größeren Theater zur Aufführung kommen und sich vom Repertoire der fahrenden Truppen unterscheiden konnten. Als Beispiel für eine „Große Oper“ ist Manon von Jules Massenet zu nennen.

Die Vorgeschichte der Oper ist eigentlich schon sehr historisch und alt.   Sie geht zurück auf  auf das griechische Theater, dass szenische Aktion mit Musik verband.  Ob die Römer diese Tradition übernommen haben, bleibt leider im Dunkel der Geschichte verborgen.

Der Königshof in Frankreich unterhielt seit 1581 ein Ballet de cour und ein Comédie-ballet, das für die weitere Entwicklung der Oper in Frankreich von Bedeutung sein sollte.

Die Oper nach unserem heutigen Verständnis, entstand wohl Ende des 16. Jahrhunderts in Florenz.  Als Stoff oder Inhalt dienten der frühen Oper Texte aus den Schäferspielen (Pastoralen) oder der griechischen Mythologie.

Das erste offizielle Opernhaus wurde 1637  in Venedig eröffnet.  Die Italienische Oper entwickelte sich rasch. Von Venedig aus verbreitete sie sich in windeseile in weite Teile Europas.   In Paris entwickelte sich dann die Oper in der Ballett und grosse szenische Darstellungen wichtig wurden.  Auch grosse Chöre hielten nun Einzug.   Nur Hamburg und Leipzig besassen im 17. Jahrhundert öffentliche Opernhäuser.

In Deutschland wurden meist italienische Opern gespielt. Ein nationales Gegenstück ist zuerst nicht vorhanden, später entsteht das Singspiel in Anlehnung an die Opera buffa. Italienische Opern wurden zu feierlichen Anlässen am Hofe gespielt, eine kleinere und preiswertere Variante war eine Huldigungskantate, die auch szenisch aufgeführt werden konnte. Neben fahrenden italienischen Operntruppen, die für Festivitäten gekauft wurden, verpflichtete man auch Komponisten, Sänger oder – in selteneren Fällen – Musiker. Deutsche Komponisten unterstanden völlig dem Primat der italienischen Oper und schrieben nur in dieser Sprache.

Zu Mozart, der diesen Zeitabschnitt erheblich prägte, werde ich an anderer Stelle noch ausführlich Stellung nehmen.

Das 19. Jahrhundert kann man durchaus aus Blütezeit der Oper bezeichnen.

Viele  der heute noch namhaften, berühmten und bekannten Komponisten, deren Werke nach wie vor auf jedem Spielplan der grossen Opernhäuser dieser Welt stehen,  prägten dieses Jahrhundert.  Dazu  zählen u.a.


 

 

Große Opern, die heute in jedes Repertoire gehören :

Natürlich erhebt diese Aufzählung keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, sie soll nur einen repräsentativen Querschnitt durch das Genre vermitteln.

Opernhäuser, die weltweit zu den wichtigsten (auch zu den berühmtesten, bekanntesten und sehenswertesten) gehören sind  m.E. folgende:

  • Mailänder Scala  – in Mailand, Italien
  • Die Met  –  die Metropolitan Opera in New York
  • Das Nationaltheater in München
  • Die Oper in Dresden
  • Palau de les Artes  – Opernhaus in Valencia – Spanien

 

Die große Menge an Werken macht es  Theatern und Opernhäusern nicht einfach, eine Auswahl  zu treffen, die einem hohen Anspruch genügt und auch genügend Publikum findet. Wir werden diese Kategorie  zeitnah mit folgenden Thmen ergänzen:

Berühmte Opernintendanten

Berühmte Opernregisseure

Berühmte Inszenierungen

Berühmte Choreografen

Berühmte Ballett-Ensembles

Berühmte Opernpremieren

 

Wenn Sie das  Thema interessiert, finden Sie weitere Informationen unter dieser Rubrik: Berühmte Opern, Opernhäuser, Komponisten