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Bali_-_Tanah_Lot_wikipedia.orgBali ist eine seit 1949 zu Indonesien gehörende Insel und bildet die gleichnamige Provinz dieses Staates. Ihre Fläche beträgt 5.561 km²; auf Bali leben 3,9 Millionen Einwohner (2010).Die Hauptstadt ist Denpasar. Keine der 13677 Inseln des Indonesischen Archipels erfreut sich so vieler schmückender Umschreibungen wie Bali: „Insel der Glückseligen“,  „Inseln des Lächelns“,  „Inseln des Lichts“, . Am treffendsten aber ist Bali charakterisiert als „Insel der Götter und Dämonen„.


Bali ist sehens- und liebenswert – einfach wunderschön und exotisch

Die von den Besuchern erwartete Exotik spiegelt  vor allem der Süden wieder: Korallenriffe, an denen sich schäumend die Brandung bricht, buchtenreiche Küsten mit kilometerlangen Stränden, schattenspendende Palmenhaine.  Landeinwärts  zieht sich eine Palette von Grüntönen – von den dunkelsten zu den hellsten – in die sich je nach Jahreszeit das satte Goldgelb der erntereifen Felder mischt. Reisterrassen (berühmt für Bali)  erscheinen wie von Künstlerhand in Hänge und Bergflanken skulptiert, über denen sich in der Ferne wolkenbegrenzte Berge erheben. Doch nicht alle Teile der Insel Bali weisen üppige Fruchtbarkeit auf.  Tropische Fülle stehen trockene Regionen in abweisender Strenge gegenüber. Sie reichen von ausgedörrter Buschlandschaft bis zu lavaverschütteten Gebieten. Bali ist facettenreich.

Was den Besucher Balis  aber besonders fasziniert, sind die Menschen, die seit Jahrtausenden tief in ihrer Kultur verwurzelt sind. Niemals haben die Balinesen ihren uralten Glauben an die allmächtigen Kräfte der Natur aufgegeben. Daran haben weder Völkerverschmelzungen noch die damit einhergehende Aufnahme fremden Kulturgutes etwas ändern können. Wie in einem Schmelztiegel wurden alle fremden Einflüsse aufgenommen, aber immer dem eigenen Wesen angepasst, dass der ursprüngliche altmailaiische Glaube an die Kräfte der Natur und die Verehrung der göttlichen Ahnen mit Elementen des Buddhismus ,vor allem aber des Hinduismus, verschmolzen.

Balis Religonen haben eine lange Tradition

Auch heute noch stehen die Menschen Balis den unergründlichen Geheimnissen ihrer Insel mit Verehrung und Furcht gegenüber. Ihre Götter thronen auf den höchsten Gipfeln der heiligen Berge, während am Boden und in der Welt darunter die bösen Geister hausen. Dämonen lauern heimtückisch an nächtlichen Wegen, packen ihre Beute an unübersichtlichen Kreuzungen, schlagen ganze Dörfer und Felder mit Unreinheit; deshalb  müssen sie täglich mit kleinen Ópfergaben besänftigt werden .Seit jeher gewohnt, als selbständige Reisbauern zu leben, haben die meisten Balinesen eine ausgeprägte Abneigung gegen lohnabhängige Arbeit.

Erst nach und nach begannen sie unter dem massiven Einbruch des Tourismus in der Fremdenverkehrsindustrie ihr Geld zu verdienen. Abends aber, wenn sie in ihre Familien- und Dorfgemeinschaft zurückgekehrt sind, dann tanzen und musizieren sie.


Schon einige hundert Meter entfernt von den großen internationalen Hotelkomplexen beginnt die tradtionelle balinesische Welt, in der grazile Frauen riesige Warenballen wie Federn auf dem Kopf zum Markt balancieren, ihre Wäsche im nahen Fluß schwenken oder Reis stampfen, in der Männer in der Runde hocken, vor sich den Käfig mit dem zärtlich gehegten Kampfhahn, zehnjährigte Knaben sich schon im Kunsthandwerk üben und kleine Kinder von größeren Geschwistern mütterlich gehütet werden.

Es ist ganz gleich, wohin man als Fremder  auf Bali kommt, immer hat man das Gefühl, ein willkommener Gast zu sein. Und wer persönlich Kontakt zur Bevölkerung Balis  sucht, wird ihn auf Bali leichter finden als in vielen anderen Ländern.

Die wohl beste Urlaubsvorbereitung für alle, die das Leben von Bali, die Sitten und Gebräuche verstehen wollen, ist die Lektüre von Vicky Baums „Liebe und Tod auf Bali“.

Wenn Sie das Thema interessiert, finden Sie weitere Informationen unter : Berühmte Urlaubsziele