Antoni Gaudi, berühmter spanischer Architekt des Modernisme (Jugenstil) , berühmte Bauwerke in Barcelona

sagrada familie v. lemonAntoni Gaudi wurde höchstwahrscheinlich am 25. Juni 1852 in Reus geboren, es gilt allerdings auch für möglich, daß Antoni Gaudis  Geburtsort das vier Kilometer entfernt liegende Dorf Riudoms war, wo seine Eltern ein kleines Haus besaßen.  Antoni Gaudi  war das fünfte und letzte Kind des Kesselsschmieds Francec Gaudi i Serra und seiner ebenfalls einer Kesselschmiedfamilie entstammenden Frau  Antonia Cornet i Bertran.


Dieser Umstand sollte für die berufliche LaufbahnAntoni  Gaudis eine entscheidende Rolle spielen, denn sein räumliches Vorstellungsvermögen begann sich, wie er selbst im hohen Alter sagte, in der Werkstatt seines Vaters anhand der Kupferrohre , mit denen dieser hantierte, zu entwickeln.

Kindheit und Jugend von Antoni Gaudi

Von seinen Geschwistern starben zwei bereits im Alter von lediglich zwei bis vier Jahren, ein weiterer, älterer Bruder starb 1876 kurz nach dem Abschluß seines Medizinstudiums aus nicht bekannten Gründen (übrigens nur kurz vor der Mutter), und 1879 verstarb seine älteste Schwester Rosa, um deren kleinen Tochter er sich von nun an kümmerte.  Das Kind und Antoni  Gaudis Vater zogen zu ihm nach Barcelona, wo sein Vater 1906 im Alter von 93 Jahren und seine kränkliche Nichte sechs Jahre später,  im Alter von 36 Jahren das Zeitliche segnete.

Auch Gaudi selbst erfreute sich keiner besonders robusten Gesundheit. Bereits als Kind wurde bei ihm eine rheumatische Erkrankung diagnostiziert, die ihn zwar am Spiel mit den anderen Kindern hinderte, nicht jedoch  dran, ausgedehnte Spaziergänge zu unternehmen und diese Gewohnheit bis an sein Lebensende beizubehalten.

Die Einschränkung der Bewegungsfähigkeit , mit der sich der junge Antoni Gaudi häufig konfroniert sah, schärfte seine Beobachtungsgabe, und er entdeckte mit großer Begeisterung das große Schauspiel der Natur, die nicht nur zur wesentlichen Inspirationsquelle für die Dekoration seiner Werke werden sollte, sondern ihm auch Lösungen für zahlreiche Probleme anbot, denen er bei seinen Bauten begegnete.

Sogar Antoni Gaudis  Arbeitsweise wurde von der Natur inspiriert und als „organische Bauweise“ bezeichnet, weil eine Idee sich zur anderen fügte und in dem Maße veränderte, in dem sich das Werk entwickelte.

Antoni Gaudi entwickelte avantgardistische Projekte und Ideen

Ein weiterer wichtiger, von vielen Autoren hervorgehobener Aspekt Antoni Gaudis  Kindheit ist, daß er aus Reus und somit vom Lande der Provinz Tarragona stammte, Hartnäckigkeit, Sturheit, ein derber und schwieriger Charakter:  diese Eigenschaften werden den Leuten aus Reus nachgesagt, und gleiches galt auch für Antoni  Gaudi.  Diese Hartnäckigkeit und Sturheit erlaubten ihm jedoch, seine avantgardistischen Projekte und Ideen zu Ende zu führen, zumal das, was er machte, bei einem großen Teild er zeitgenössischen Gesellschaft – einschließlich Kritikern und mehr als einen seinen Auftraggeber – keine Zustimmung fand.

In seiner Schulzeit tat  sich Antoni Gaudi weder auf der Schule der Piaristenpater in Reus noch auf der Architekturschule in Barcelona als besonders guter Schüler hervor, wohl jedoch als exzellenter Zeichner,  und viele seiner  Universtitätsarbeiten ließen bereits eine aussergewöhnliche Kreativität erkennen. Den stärksten Antrieb für sein künstlerisches Interesse fand Antoni Gaudi  in Büchern und in seiner eigenen Erfahrung, da er bereits von Beginn seines Studiums an in verschiedenen Architekturbüros arbeitete, um den Unterricht zu finanzieren und zu lernen.

Antoni hatte sich der Architektur verschrieben

Antoni Gaudi blieb sein ganzes Leben lang ledig und verschrieb sich mit Haut und Haaren der Architektur.  Gaudi lernte Eusebi Güell kennen, der zu seinem großen Förderer und Mäzen werden sollte.  Der reiche Industrielle war von einer originellen Vitrine fasziniert,  die er im Handschuhladen von Esteve Comella gesehen hatte und die von dem jungen Architekten gestaltet worden war.


Zwischen  Güell und  Antoni Gaudi entstand eine enge Freundschaft, die bis zum Lebensende währte.  Sie machte die berühmten und genialen Werke, wie den Güell Pavillion, den Park Güell, das Güell Palais  und die Kryta der Güell Kolonie möglich.  Darüber hinaus entwarf Antoni  Gaudi für Güell 1883 einen Jagdpavillion im Garraf nahe Sitges und war wahrscheinlich auch am Bau der Güell Kellereien beteiligt.

Antoni Gaudi übernahm im März 1883 die architektonische Leitung des Baus des Sühnetempels der Sagrada Familia.  Diesem großen Werk widmete er praktisch sein  ganzes Leben  und die letzten zwölf Jahre (1914 bis 1926) sogar ausschließlich.

Weitere Informationen finden Sie auch hier :  Berühmte Architekten